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Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
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Erſte Abtheilung..

Von den Urſachen der gewöhnlichen 3 des Landvolks und ihrer Verſchlimmerung.

J Landleute genießen ſehr große Vortheile in Ruͤck⸗

ſicht auf ihre Geſundheit. Sie ſind gewoͤhnlich von ſtaͤrkerem Koͤrperbau, und nicht ſo vielen und vielfaͤl⸗ tigen Krankheiten unterworfen, wie die Bewohner der Staͤdte, und unter dieſen letztern giebt es weniger Beyſpiele von Leuten, die ein hohes Alter erreicht haben, wie unter jenen.

Doch werden die Landleute noch oft genug von Krank⸗ heiten heimgeſucht, und oͤfter als man es nach ihrer mehrentheils einfachen und thaͤtigen Lebensart vermuthen ſollte. Dieſe iſt aber auch nicht ganz natuͤrlich mehr: ihre erſte Erziehung legt oftmals den Grund zu einem nachfolgenden kraͤnklichen Leben; nicht genug gegen alle die Beſchwerlichkeiten abgehäͤrtet, welche ſie nicht vermeiden koͤnnen, wenn ſie einſt ihrem Berufe nachgehen. Sie ſind vielen zufaͤlligen Krankheits⸗ urſachen blosgeſtellet; oft ſchaden ſie ſich aus Leichtſinn und noch oͤfter aus Unwiſſenheit.

Hitze und Froſt, vorzuͤglich aber die ſchnelle Abwechs⸗ lung von beyden, feuchte und unreine Luft, fehlerhafte

Nahrungemittel und der unordentliche Genuß derſelben,

uͤbermaͤßig ſtarke Arbeit und zu lange anhaltende Ruhe, Aergerniß, Anſteckung, und gewaltſame Beſchaͤdigungen

ſind die gewoͤhnlichſten Urſachen, welche Krankheiten unter

den Landleuten veranlaſſen, und durch Verſaͤumniß und A

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ſie werden zum Theil

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