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des Landvolks und ihrer Verſchlimmerung. 29
Wenn man nicht gewiß weiß, ob ein geſchlachtetes Stuͤck Vieh geſund geweſen, und doch das Fleiſch davon nicht wegwerfen will, ſo muß man es nicht friſch eſſen. Man poͤckele es ein und raͤuchere es ſtark. Dadurch wird der ſchaͤdliche Stoff, der etwa im Fleiſche ſteckt, veraͤndert, und man kann es dann mit groͤßrer Sicherheit genießen.
Man haͤlt aber auch manchmal die Thiere fuͤr krank, wenn ſie es nicht ſind. Wenn man beym Rindviehe in den Hoͤhlungen des Koͤrpers, vorzuͤglich in der Bruſthoͤhle und auf der inwendigen Seite des Ribbenfelles mehr oder weniger einzele runde oder zuſammenhaͤngende trauben⸗ foͤrmige Auswuͤchſe oder Klunkern findet, ſo glaubt man, das Vieh habe die Franzoſen gehabt und verabſcheuet das Fleiſch davon. Aber dieſes iſt ein Irrthum, der ins Laͤcherliche faͤllt, denn dergleichen Fleiſch iſt ganz und gar nicht ſchaͤdlich; das Vieh kann ohngeachtet dieſer Klunkern ſehr geſund ſeyn, und juſt bey den beſten und fetteſten Stuͤcken trift man ſie am mehreſten an, Eben ſo iſts mit dem ſogenannten perlhaften Viehe, wo im Fett und zwiſchen dem Fleiſch kleine runde druͤſenhafte Knoͤtchen gefunden werden, und mit den finnigen Schweinen. Die Finnen ſind zwar in einer Blaſe eingeſchloſſene Wuͤrmer,
und daher wohl ekelhaft; aber es iſt ein bloßes Vorur⸗
theil, daß das Fleiſch von ſolchen Thieren ſchaͤllich und und zum Genuß ganz untauglich ſey.
§. 15. b Gefahr für die Geſundheit von ſchlechreni Küchen⸗ und Tiſchgeräthe.
Das Kuͤchen; und Tiſchgeraͤthe der Landleute beſteht groͤßtentheils aus irdenem Geſchirre. Manchmal iſt ſolches ſchlecht glaſuret, wenn nun Kaͤſe, Butter, oder ſaure und ſalzige Dinge darin eingemacht, oder eine Zeitlang aufbehalten werden, ſo loͤſen ſie die Glaſur auf und
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