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Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
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13 Arſachen der gewoͤhnlichen Krankheiten

tende Arbeiten hat. Wenn dieſes nicht iſt, ſo erzeugt ſie Schleim, Verſtopfungen, Mangel der Eßluſt, und ſchwaͤcht die Verdauung. Der Landmann ſollte mit Pflanzenge⸗ muͤßen und Mehlſpeiſen fleißig abwechſeln. In Gegenden, wo das Sauerkraut von den Landleuten haͤufig genoſſen wird, befinden ſie ſich geſunder und beſſer; nur muß das Sauerkraut von guter Beſchaffenheit, und nicht faul ſeyn, und darf in den gewoͤhnlich ſchlecht verwahrten Kraut⸗ faͤſſern niemals laͤnger als hoͤchſtens ſechs bis neun Monate aufbewahret werden⸗ §. 14.

Das Fleiſch von krankgeweſenen Thierai⸗

Es kann leicht geſchehen, und es iſt wirklich gar nicht ſelten, daß man ſich ſehr uͤble Krankheiten zuziehet, wenn man das Fleiſch von krankgeweſenen Thieren iſſet⸗ Oft graſſiren zu der nehmlichen Zeit Ruhren, Flecken⸗ und Fauiſieber, wenn irgend eine Seuche unter dem Viehe iſt. Die kranken Thiere haben einen ſchaͤdlichen Stoff bey ſich, der, vom Menſchen genoſſen, und mit ſeiner Saͤftenmaſſe vermiſcht, auch ihm ſchaden, und nach Verſchiedenheit der Umſtaͤnde und abwechslenden Jahrszeiten bald dieſe, bald jene Krankheit hervorbringen kann. Man iſt beſonders auf dem Lande nicht aufmerkſam genug auf dieſe ziemlich allgemeine Krankheitsurſache⸗ Das Vieh kann ungeſund ſeyn, dhne daß es juſt liegen bleibt: daher wird es oft nicht bemerkt, und ſein Fleiſch aus Unwiſſenheit verſpeiſek; oder die Krankheit des Thierd wird zu geringe geſchaͤtzt und nicht ſelten auch aus Eigennutz verhehlet. Oft ſchlachtet der Bauer, um groͤßern Verluſt zu verhuͤten, ein wirklich krankes Stuͤck Vieh, und verſpeiſt

es mit ſeinen Nachbarn und Bekannten. Außer dem Ekel,

den ein ſolches Fleiſch immer erregen muß, hat man oft

die gefaͤhrlichſten Folgen von dem Genuß deſſelben geſehen⸗ Wenn

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