Druckschrift 
Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
Seite
17
Einzelbild herunterladen

en

ehr duufg nskart toffen. der dn 3 Kartoffi tenge: dann er die Va werden von üich in andem V

hat. Erwat,

nen ſiee zun der Kenf d 4 ige, oder R. Kinder ud ſie ſo kit

auptnahtungs

Sie wadn aber doch nh t naheſanen zuſt fäſt ſüuſt lattes Häͤutchin, inwendig t ißt man gene rrurſachen lic rihen, Vnta

Sie niſa de bleiben m jgelegt wenn

Hülſenfrühm Landleute u fen, eine Nl dere ſind, nül MNan Kae ſ

des Landvolks und ihrer Verſchlimmerung. 17

hier und da wegen ihrer ungemeinen Ergiebigkeit haͤufig und genießt ſie auf mancherley Art. Man hat aber geſehen, daß Gliederſchmerzen und Laͤhmungen auf ihren Genuß erfolgt ſind.

§H. 13.

Mehlſpeiſen. SFettes Backwerk.

In manchen Gegenden von Deutſchland, z. B. in Schwaben und Franken, ſind Mehlſpeiſen die gewoͤhn⸗ lichſte Nahrung des Landmannes: in andern Gegenden iſt fettes Backwerk ſeine Lieblingsnahrung. Die Mehl⸗ ſpeiſen ſind dem Landmanne, der gewoͤhnlich gute Ver⸗ dauungskraͤfte hat, ſo gar ſchaͤdlich nicht, wenn ſie nur gehoͤrig ausgekocht ſind, oder wenn man den Teig, der zu denſelben genommen wird, vorher durch einen Zuſatz von Hefen hat gaͤhren laſſen. Der Landmann bedarf einer ſtarken Nahrung, weil er ſtark arbeitet, und eine ſolche Nahrung hat er an den Mehlſpeiſen. Schaͤdlich aber ſind die M ehlſpeiſ en aus Gerſtenmeht, wenn die Gerſte vielen Lolch,(Doͤberig) oder anderes betaͤubendes Unkraut enthielt, oder wenn die Gerſte, der Weitzen, der Dinkel, verdorben waren, oder wenn dieſe Getreidarten brandig waren, und durch das Waſchen nicht gereinigt und nachher wieder getrocknet worden ſind. Eben ſo ſchaͤdlich ſind dieſe Speiſen, wenn ſie nicht gehoͤrig aus⸗ gekocht oder ſehr hart ſind, wie z. B. die Mehlkloͤße, die zu der Zeit, wenn der Landmann der Arbeiten weniger hat, ſparſam genoſſen werden ſollten. Alles fette Back⸗ werk iſt ſchaͤdlich, beſonders wenn der Teig, den man dazu nimmt, nicht gegohren hat, oder wenn das Backwerk ganz in Butter oder in Schmalz gebacken wird. Eine ſolche Nahrung fordert recht ſtarke Verdauungskraͤfte und eine wirkſame Verarbeitung, und ſollte daher nur dann geſtattet werden, wenn der Baugwemnann viele und anhal⸗ VB tends

. 9 8