14 Arſachen der gewoͤhnlichen Krankheiten
Fenchel dazu thun. Den Teig muß man laͤnger als ſonſt gehen laſſen, die Brode nicht zu groß machen und ſie ſtark ausbacken. Doch darf der Ofen auch nicht zu heiß ſeyn. Man laſſe das Brod wenigſtens einige Tage alt werden, ehe man davon iſſet.
Ausgewachſenes und unzeitiges Getreide ſollte man gar nicht vermahlen. Es dient noch am beſten zum
Branteweinbrennen oder zur Maͤſtung des Viehes. Wenn
man aber kein andres hat, ſo kann man es auf folgende Art einigermaſſen verbeſſern: Man nimmt auf jedes Simmer Mehl eine Handvoll reingeſiebte wohl ausge⸗ brannte Holzaſche, bindet ſie in ein leinen Tuch und legt ſolches in das Waſſer, wenn es zum Einteigen erwaͤrmt wird; wenn dieſes heiß genug iſt, ſo nimmt man den Aſchenbuͤndel heraus, und zum Teig gießt man ein Glaͤßchen voll reinen Brantewein. Auch hier muß man viel und guten Sauerteig nehmen, den Teig etwas ſteif machen und ſolchen in guter Waͤrme ſtark gehen
laſſen. Noch beſſer iſt es, wenn man das Mehl von
ſolchem Getreide mit Mehl von reifem und gutem Getreide vermiſchen und ſo zum Backen des Brodes anwenden kann.
Wenn ein Honigthau auf das Getreide gefallen iſt, ſo haben die Koͤrner einen anfangs ſuͤßen und klebrigen, hernach ſcharfen und widrigen Geſchmack; wenn man Waſſer darauf gießt, ſo ſetzt ſich ein vielfarbigtes Haͤutchen oben auf, und das Waſſer bekommt bald einen uͤblen Geruch. Dieſes Getreide wird unſchaͤdlich, wenn man es ſorgfaͤltig waͤſcht, und in der Sonne, duͤnne aus⸗ einander gebreitet, trocknet.
Die Frucht muß wohl gereiniget werden, wenn ſie etwa mit Lolch, Treſpen, Hederich, mit Mutterkorn u. dergl. m. vermiſcht iſt. Etwas weniges davon kann zwar im Ganzen nicht ſchaͤblich ſeyn, wohl aber eine
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den Menſchen Materdornd übethaupt ni der Enndte,
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