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des Landvolks und ihrer Verſchlimmerung. 15
uͤber Magenbeſchwerden klagen, und noch gewoͤhnlicher, daß ihre kleineren Kinder krank werden: denn manche Eltern ſind unverſtaͤndig genug, auch Kinder von etlichen Jahren ſchon mit Wuͤrſten und friſchem Schlachtfleiſch zu uͤberfuͤllen.
§. I1.
Ungeſunde Speiſen, Brod aus neuem verdorbenen und unreinem Getreide.
Es giebt manche Speiſen die an und fuͤr ſich ſchon ungeſund ſind, wie das Brod aus neuem, verdorbenem und unreinem Getreide. Wenn die Frucht lange im Regen geſtanden und zu ſeucht eingeſcheuert worden, nicht voͤllig reif oder gar ausgewachſen iſt, ſo iſt ſie ſchwerer zu mahlen und giebt weniger und groͤberes Mehl: der Teig bleibt beym Kneten zu fluͤſſig, gehr nicht recht auf und kann nicht wohl ausgebacken werden. Man bekommt ein zaͤhes ungahres Brod davon, das der Geſundheit, zwar nicht in der erſten Woche fuͤr jeden ſtarken Magen, aber mit der Zeit ganz gewiß nachtheilig iſt. Es iſt
ſchwerverdaulich, blähend; im Magen und in den Gedaͤr⸗ men laͤßts einen zaͤhen ſcharfen Kleiſter zuruͤck, der Magen⸗
druͤcken, Leibwehe, und Verſtopfung verurſacht.
Man kann doch noch aus demjenigen Getreide, das
zu feucht eingeerndet worden, ein leichtes, wohl aufge⸗ gangenes und geſundes Brod erhalten, wenn man es hinlaͤnglich austrocknet, ehe es in die Muͤhle kommt, etwas feiner mahlen laͤßt, als ſonſt gewoͤhnlich iſt, und wenn man es haben kann, einen Theil vorjaͤhriges Mehl mit zu dem neuen nimmt, wenn es zu Brod verbacken werden ſoll. Man muß weniger Waſſer als gewoͤhnlich zum Einteigen nehmen, bamit der Teig um ſo ſteifer werde: aber etwas mehr und recht ſcharfen Sauerteig und ziemlich viel Salz. Man kann auch ein wenig Kuͤmmel oder
Fenchel
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