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Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
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383 Arſachen der gewoͤhnlichen Krankheiten

Gefahr zu erfrieren, wenn man in heftiger Kaͤlte dem Schlafe nachgiebt und vor Muͤdigkeit die Bewegung unter⸗ laͤßt. Daher iſt auch der Brantewein im Allgemeinen nicht als Verwahrungsmittel gegen den Froſt anzurathen, weil er leicht Verkaͤltung und Muͤdigkeit, und die Geſahr

zu erfrieren nach ſich zieht. Das Bier, oder ein leichter

Wein, iſt weit mehr anzurathen, weil dieſe Getraͤnke nicht ſo leicht betaͤuben. Man darf endlich aus der harten Kaͤlte nicht gleich in ſtarkgeheitzte Stuben gehen, und die Haͤnde und Fuͤße nicht ſobald an den warmen Ofen bringen.

§. 6.

3) Der feuchten Kälte.

Bey naßkaltem nebeligen Wetter iſt mehr Vorſicht

noͤthig, wie beym ſtaͤrkſten Froſte. Die Nebel ſind dann gefaͤhrlich, wenn ſie ſcharf und ſtinkend ſind. Man muß nie im Nebel ausgehen, ohne vorher etwas gegeſſen oder getrunken zu haben. Man eſſe eine Fleiſchbruͤh⸗, Wein⸗ oder Bierſuppe oder auch in deren Ermangelung eine Waſſerſuppe, die hinlaͤnglich geſchmelzt und mit ein wenig Salz und Kuͤmmel, Pfeffer oder Zwiebel gewuͤrzt iſt.

Kann man keine Suppe vorher eſſen, ehe man hinaus

muß, ſo ſollte man doch wenigſtens ein fettes Butterbrod oder ein Stuͤck Brod mit Kuͤmmel und Satz zu ſich nehmen, und einen Schluck Wein oder Brantewein darauf thun. Wenn man ans Tobakrauchen gewoͤhnt iſt, ſo hat man ein recht gutes Vorbauungsmittel daran.

Uebrigens muß man ſich auch durch Kleidung und Bewe⸗

gung warm zu halten ſuchen.

Man hat eben dieſe Vorſicht noͤthig, wenn man, vorzuͤglich bey rauhem Wetter, an naſſen, ſumpfigen Plaͤtzen arbeiten und im Fruͤhling, wenn das Eis und der Schnee ſchmilzt. Die Luft wird dann nicht allein feucht, ſondern auch mit einer Menge ſchaͤdlicher

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