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Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
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des Landvolks und ihrer Verſchlimmerung.

Ein trockner Froſt iſt der Geſundheit allemal zutraͤg⸗ lich, wenn er nicht zu ſtrenge iſt. Er ſtaͤrkt die feſten Theile und macht den Umlauf des Bluts lebhafter. Man fuͤhlt ſich bey kaltem Wetter ſtaͤrker und muntrer, und iſt zu allen Bewegungen beſſer aufgelegt. Im Gegentheil kann aber auch die Kaͤlte, wenn ſie zu einem hohen Grade ſteigt, und bey weichlichen Leuten, viele Krankheiten, Schlagfluͤſſe, Schwindel, Entzuͤndungen, Fluͤſſe, Haut⸗ krankheiten, Erfrieren der Glieder und den Tod verur⸗ ſachen. Doch kann man ſich allemal durch einige kleine Vorſichtigkeit vor dergleichen Ungluͤck ziemlich ſicherſtellen.

Wenn man lange in großer Kaͤlte ſeyn muß, ſo bewege man ſich ſtark und anhaltend. Man gehe niemals nuͤch⸗ tern in die Kaͤlte, wenn man ſich lange darin aufhalten muß. Grobe, harte Koſt, Geraͤuchertes, Speck, Kloͤſe u. dgl. iſt dann am vorzuͤglichſten. Man trage keine Kleider,

die zu feſte anſchließen, keine zu engen Schuhe, man lege einige Blaͤtter dickes weiches Loͤſchpapier, Pferdehaare, einen wollenen Lappen, oder auch nur ein wenig Heu in die Schuhe. Wenn man die Glieder, Haͤnde und Fuͤße mit Papier umwickelt, dann die Handſchuhe, oder Struͤmpfe und Schuhe daruͤber anzieht, ſo werden ſie dadurch mehr wie durch Pelzwerk vor dem Froſt geſchuͤtzet. Man kann auch die Glieder mit Fett oder Oel reiben und das Geſicht, die Naſe, die Lippen und Ohren mit Vier waſchen, in welches vorher heißer Talch oder heißes Oel getroͤpfelt worden. Nur muß man das Fett erſt bey der Waͤrme

wohl einziehen, und die Theile, die man gewaſchen hat, wieder trocken werden laſſen.

Geiſtige Getraͤnke, Wein und Brantewein ſind die allgemeinſten Verwahrungsmittel der Landleute gegen den Froſt, und ſie ſind wirklich ſehr gut. Aber man muß nicht zu viel davon trinken, damit man nicht berauſcht, matt und ſchlaͤfrig werde; denn man iſt in der groͤßten

A 4 b Gefahr