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Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
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5 Urſachen der gewoͤhnlichen Krankheiten

laſſen noͤthig ſeyn; aber da eile man, um einen Arzt des⸗ wegen zu befragen. §. 4 und der veränderlichen Witterung.

Niicht ſo leicht koͤnnen die Landleute die Einwirkung einer veraͤnderlichen Witterung auf ihre Geſundheit ver⸗ meiden. Aber ſie iſt gluͤcklicher Weiſe nicht ſo betraͤchtlich, und die ſchnellen Abwechſelungen einer ſtarken Hitze und Kaͤlte, die kalten Winde und kalte Regen an heißen Tagen, ſind nur in ſehr gebuͤrgigen Gegenden und an den See⸗ kuͤſten gewoͤhnlich⸗ Wenn bey heißem Wetter ein kuͤhler Regen faͤllt und bald darauf wieder Sonnenſchein und warme Luft kommt, ſo hat es ſo leicht nichts zu ſagen: wenn aber die Kaͤlte anhaͤlt, ſo verurſacht ſie leichtlich Entzuͤndungen, Katarrhe, boͤſe Haͤlſe, Gliederreißen. Man muß ſuchen ſich durch hinlaͤngliche Kleidung und anhaltende, doch nicht uͤber⸗ triebene Arbeit, warm zu erhalten. Wenn man bis auf den Leib naß geworden iſt und ſich uͤbel darauf befindet, ſo iſt ein warmer Thee, ein Fußbad und alles uͤbrige, was im vorigen§. angerathen worden, zutraͤglich.

8. 5.

2) der Kälte,

Mit der Kaͤlte im Winter verhaͤlt ſichs beynahe eben ſo wie mit der Sommerhitze. Sie ſchadet den Landleuten nicht leicht, als zufaͤlliger Weiſe, weil dieſelben von Jugend auf gewohnt ſind, Froſt und Hitze zu ertragen. Aber ſo wie ſich viele durch einen kalten Trunk auf die Erhitzung verderben, ſo ſchaden ſich umgekehrt auch nicht wenige durch unvorſichtig ſchnelle Erwaͤrmung nach einer ausgeſtandenen ſtarken Kaͤlte.

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