[265] Ein weiteres Fragm. d. griech. Ubers. d. sam. Pentateuchs. 67
Daß dies Stück samaxitanisch ist, folgt mit Sicherheit aus [oldc] 5oꝓ in der 2. Zeile der Vorderseite. Im masoretischen
Texte von Gen. 37 3 heißt es:„Israel liebte den Joseph mehr als
alle seine Söhne, denn ein Alterssohn(e—*†ꝙο☚ a) war er ihm“, und ebenso in der Septuaginta: Iaxos ds TTlärdr 1, L r6yc-œα rODc o, d de e brch. Das Fragment faßt npf nicht als u**Qρ¶r„Alter“, sondern als m⁵νοα„Alte, Alteste“ und gibt dies nach der oben S. 181 f. besprochenen samaritanischen Praxis durch„Weise“ wieder, genau wie das samaritanische Tar- gum, das hier gleichfalls pman Na„ein Sohn von Weisen“ über- setzt¹). Khnlich hat allerdings das jüdische Targum Onkelos a
won„ein weiser Sohn“, aber diese Übersetzung läßt nicht auf
eine von der masoretischen abweichende Punktation schließen; denn wie Up„Heiligkeitsberg“=„heiliger Berg“ ist, so kann „Altersschn“, wenn man„Alter“ als„Weisheit“ deutet,=„weiser Sohn“ sein. Auf diese sonderbaren Deutungen sind Onkelos und die Samaritaner gewiß durch den Widerspruch gekommen, in welchem
die Bezeichnung Josephs als eines Alterssohnes mit den chrono-
logischen Angaben in Gen. 29 f. steht; denn da Jakob nach den ersten sieben Dienstjahren Lea und Rahel heiratet, und Joseph schon gegen Ende der zweiten sieben Dienstjahre geboren wird (Gen. 30 2s), ergibt sich zwischen ihm und seinem ältesten Bruder nur ein Altersunterschied von sechs Jahren. Derselbe Grund wird Pseudo-Jonathan bewogen haben, den anstößigen Satz ganz fort- zulassen und Jakobs Liebe zu Joseph anders zu motivieren: 5NaTA PeRo en en e e ee e nd Israel liebte den Joseph mehr als alle seine Söhne, denn die Ge- sichtszüge Josephs glichen seinen eigenen Gesichtszügen“.
Der Charakter der UÜbersetzung ist in dem Genfer Fragment derselbe, wie in den Gießener Fragmenten. Vor allem stimmt es mit ihnen in dem engen Anschluß an den hebräischen Urtext überein:
8 wy(oder nach dem hebräischen Texte der Samaritaner w**)
LXX zoin*oy de Fragm.[xα³] rοι⁶ουε.
4 M' 186vTs de[Xl id]tss.
1) Das echt aramäische †να*⁄*22 ist in Petermanns Handschrift C über- liefert; die Polyglotten haben statt †ονπαm hebraisierend νο⁷π, Petermanns Text ganz hebräisch B*nerl. Petermanns Handschrift A ersetzt die alte Uber- setzung durch 12 20 vein Sohn des Greisenalters“=, Saadja, vgl. auch die arabische Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs(Ausgabe der Genesis von A. Kuenen, Lugd. Bat. 1851)„der Sohn des vor- gerückten Alters“.


