Druckschrift 
Fragmente einer griechischen Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs. / von Paul Glaue und Alfred Rahlfs
Entstehung
Seite
66
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66 b Alfred Rahlfs.[264]

Die Schrift ist sehr schön und fest und gleicht in manchen Punkten der Schrift unserer schönsten alten Unzialen, Zz. B. des Vaticanus(B) und der von mir herausgegebenen Berliner Hs. des sahidischen Psalters. Aber sie weist andrerseits auch jüngere Züge auf, z. B. ein deutliches Auseinanderfallen der beiden Hälften des K. Nicole setzt sie gewiß mit Recht in das 5. oder 6. Jahrhundert.

Als Zeichen der Diaeresis steht über ein Doppelpunkt, über o ein etwas dickerer einfacher Punkt; interessant ist die Diaeresis bei evbxwtov und svörιαοπ G(Rücks. Z. 7. 2), da sie die Trennung sy-oxytoy voraussetzt, die auch in der Brechung ſ[ev] urwoy(Rücks. Z. 2/3) zum Ausdruck kommt. IT†r-p.(Vorders. Z. 7) ist voll, nicht mit Kompendium geschrieben, vgl. oben S. 170. Ein Absatz ist auf der Rückseite durch einen ausgerückten großen Buchstaben angezeigt; dieser steht ganz vor der Kolumne und muß vor seiner Verstümmelung die stattliche Größe von mindestens 6= 6 mm gehabt haben; in der vorhergehenden Zeile stehen nur 5 Buch- staben, also waren zwei Drittel dieser Zeile frei geblieben.

Der Text lautet, in derselben Weise, wie die Gießener Frag- mente, herausgegeben, folgendermaßen:

Vorderseite, Kol. 2. Rückseite, Kol. 1.

8 1 olTo b

9 EyvAH.ν⁴ ²11. ſs stt sv] öTwtoy scspſov οα d⁵ [r At] or⁵οε&d TOaro Ab o Tolꝓ ³f [ro Jir lvdo TotNOv) dXoςαᷣ α,[ob ι st]

4[Xt 1DOy]Irec Ol AISX. SLOt.] Tey 1doD eyTvA] [durob O]rt o! Io syörvoy SſrPov] [-oey oO] LT. arP] e IO⁴l Dob Oo X1OC Xr I]] [Sr aAy] T y[Tey ö10 GeXSvI t S yOèe..]

Gen. 37 3[rooc jtong roo o [t dtoc] S

Die Vorderseite(Fleischseite des Pergaments) ist viel weniger gut erhalten, als die Rückseite(Haarseite); daher sind auf der Vorderseite mehrere Buchstaben mitten im Text nicht sicher zu erkennen. Auch von der obersten Zeile, von der auf der Rückseite noch deutliche und sicher deutbare Reste vorhanden sind, läßt sich auf der Vorderseite nichts sicher lesen] Z. 4 Am Schluß scheint ein kleines » zu stehn, doch ist es sehr undeutlich Z. 5 Am Schluß scheint am Rande des Pergaments, also ziemlich weit über die Vertikallinie hinaus, oi klein geschrieben zu sein, doch sind die erhaltenen Reste sehr undeutlich] Z. 7 Am Schluß scheint re kleiner geschrieben zu sein Z. 8 Am Schluß ist mir nicht ganz sicher, da es fast so aussieht, als ob am Rande noch ein v folgte.

Rückseite: Z. 1 Hinter laſoltoſo hat wohl sicher nichts mehr gestanden, da sonst hier noch irgendwelche Buchstabenreste zu sehen sein müßten]Z. 6 Von lo] ist nur noch der erste Ansatz vorhanden, daher fehlt auch die Diaeresis Z. 7 Die Richtigkeit der aus der LXX übernommenen Ergänzung eſrepoy] ist mir nicht ganz sicher, da der hebräische Text hier bietet, was krt sein würde; aber eſct] füllt die Zeile gar nicht.