Bei der Verlosung aufgekaufter Funde, welche die Kommission des Papyruskartells im Juli 1908 in Berlin vornahm, fielen der Gießener Universitäts-Bibliothek unter anderen Stücken ¹) auch einzelne Fragmente einer auf Pergament geschrie- benen griechischen Bibelhandschrift zu. Sie sind jetzt in der Hauptsache unter der Signatur P. 19, Nr. 1—9 zwischen zwei Glasplatten vereinigt, vgl. die Lichtdrucktafel. Es gehören V dazu aber auch die Stücke P. 13, P. 22 und P. 26. So unbedeu- tend auch diese Reste zu sein scheinen, so verdienen sie doch unser Interesse, da sie eine bisher noch nicht bekannte griechische Uber- setzung einiger Stücke von Deut. 24— 29 enthalten, die sich durch die Lesart Garizim statt Ebal Deut. 274 deutlich als samarita- nisch erweist.
Nach den eingegangenen Berichten stammen die Fragmente aus Schékh Abade, einem Dorfe, das sich an der Stätte des alten Antinoupolis erhebt ²). Sie wurden von Händlern aus dem nahe bei Schéekh Abäde gelegenen Melãwi el-Arisch nach Kairo ge- bracht und dort von Dr. Zucker angekauft.
1) Neben vielen koptischen Fragmenten, die noch nicht untersucht sind, befand sich darunter auch das gotisch-lateinische Bibelfragment, das Glaue und Helm in der Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft, 11. Jahrg.(1910), S. 1— 38 veröffentlicht haben; dieser Aufsatz ist auch als Sonderdruck erschienen.
2) Weitere Angaben über die Fundstätte s. in ZntW 11(1910), S. 1f.
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