1[199] Fragmente einer griech. Ubersetzung des sam. Pentateuchs. 63
n der merkt, und von da sind sie dann in den Text der LXX selbst ein-
ühe gedrungen(S. 62 f.). Bei dieser Annahme bereitet allerdings, wie hn Kohn selbst gesehen hat, der Umstand Schwierigkeiten, daß die nuu griechische Ubersetzung der Überschüsse gelegentlich in direktem Wats Widerspruch mit der echt samaritanischen Überlieferung steht, rh z. B. übersetzt das Lapapetrhéy in Exod. 817 hebräischer Zählung 1un. an-y nach spezifisch samaritanischer Auffassung(s. Kohn S. 6) durch dnud 6aνd= 2-w, der UÜberschuß hinter 81 dagegen, wie die LXX am in v. 11, durch by6btay= dem a-y des masoretischen Textes. Väbr. Daher greift Kohn zu der Hülfshypothese, die UÜberschüsse seien 2WJ. zurspringlich wortwörtlich aus dem Lap. übernommen“, aber nach- tenclks hor. als man merkte, daß sie eigentlich nichts Neues bringen,
sondern nur dasselbe noch einmal wiederholen, was die LXX an n vum anderer Stelle bietet,„mit der LXX.-Übersetzung der betreffenden weikklk. Parallelstellen conform gemacht“(S. 64 Anm. 2). Origenes fand Pt. die UÜberschüsse in der LXX bereits vor, brachte sie aber„in der x. b Hexapla, wo sie ihrer Länge wegen neben den übrigen Versionen Luur nicht Platz finden konnten, unterhalb der Columnen, gleichsam ie cunter dem Striche', aber mit dem Obelos ¹) bezeichnet, an“(S. 64). M The Auch bezeichnete er oder Paul von Tella sie als aus dem sama- höre. ritanischen Texte stammend. Infolgedessen wurden sie dann„in m gr den späteren Hss., mit wenigen Ausnahmen, gänzlich weggelassen“ ührten(8. 65)
Diese ganze Theorie Kohns richtet sich schon dadurch, daß
„ sie völlig aus der Luft gegriffen ist. Ganz besonders mißlich ist . die Hülfsannahme, daß man die Überschüsse anfangs wörtlich aus iSehen 3 dem Yapapeicrkéy übernommen und nachher, als man ihren Ursprung ühda 4 merkte, nach den Parallelstellen der LXX korrigiert habe. Noch h) And mißlicher ist jedoch eine Ausnahme hiervon, welche Kohn S. 65 nule 5 konstatiert: in dem aus Deut. 11 29 27 2-7 11 s0 stammenden Uber- 9 n schusse, welcher sowohl in Exod. 20 11, als in Deut. 5 21 am Schluß MMen b des Dekalogs hinzugefügt ist, finden sich noch jetzt die spezifisch a M samaritanischen Lesarten y öpet Taptkeih, und ι6,O Too Tep.; e ſel-„die in dem umfangreichen Zusatze gleichsam eingewickelten sam.
Fälschungen sind also hier nicht erkannt, und beide Zusätze mit nonfnuc Haut und Haaren, d. h. mit Garizim und mit Sichem, übernommen mt k worden, selbstverständlich aus dem Samareitikon“. Schon Kohn u selbst hätte es auffällig finden sollen, daß gerade ein so langer t,.
Zusatz an beiden Stellen unerkannt und unkorrigiert geblieben ist.
Gein Ganz hinfällig aber wird seine Theorie durch die Gießener Frag-
1 litie
iteratul
1) Statt des Obelos steht aber sehr oft ein Asteriskus, s. Field S. LXXXIII.


