Druckschrift 
Fragmente einer griechischen Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs. / von Paul Glaue und Alfred Rahlfs
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen

U

1 48[197] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 61 Va b Vor der Auffindung der Gießener Fragmente kannten wir rieht bereits aus der hexaplarischen Uberlieferung gewisse Stellen des a. samaritanischen Pentateuchs in griechischer UÜbersetzung. Field er. handelt über sie in den Prolegomena S. LXXXIILXXXIV unter d V der UberschriftQuid sibi velit co Lasttrxéy. Er unterscheidet kann zwei Kategorien: 1) Uberschüsse des hebräischen Textes geedn der Samaritaner über den hebräischen Text der Juden; lam sie finden sich in Exod., Num. und Deut., stammen nach ausdrück- II licher Angabe aus dem hebräischen Texte der Samari- ge, d b taner und sind wohl von Origenes selbst ins Griechische über- daa- setzt, vgl. das von Field S. LXXXIII zitierte Scholion der Hss. iae 85 130 zu Num. 13 1, in welchem nach Fields sehr wahrscheinlicher N 9 Vermutung Origenes selbst sagt, er habeaucdiesen Uberschuß ſire also ebenso die übrigen 2½⁄%0ßτοο v Lapetr EB ¹) ſeri übersetzt, 2) Lesarten des Zap.apetciny; sie kommen in allen Pann fünf Büchern des Pentateuchs vor ²) und stammen aus dem sama- IM

Pher. 1) Die genaue Bezeichnung L.-ο L.= 1d Ty Tapaperty Eßpaixév findet 117 sich in Num. 13 1 auch in Syrohex., vgl. Leoa, I h= 7 Ty apettv dbüd Eßpaiah scil. àzεςα in der syrohexaplarischen Unterschrift zu Exodus(Lagarde, lein ut Bibliotheca syriaca 99 Rand, Kol. 2, Z. 2 3). Gewöhnlich sagt Syrohex. nur anische Lea,)= ¹ Ty Napaperrv Scil. Er[001⁵. Sonst vgl. noch ro Lapetttrdy dvri- lich be⸗ JPaoον in einem Scholion Prokops von Gaza zu Deut. 27 26, welches Field aus der Catena Nicephori anführt.

Meae 2) Field stellt auf S. LXXXIII die Stellen seines Werkes zusammen, an Kt G 3 welchen Yapaperctzév-Lesarten vorkommen, aber zu den 43 Stellen, die er aufzählt, Prache b sind noch Exod. 289 388 Lev. 8 13(nach Brooke-MeLean richtiger zu 89 gehörig,

V wie schon Scharfenberg vermutet hatte, s. Field z. St.) 158 Deut. 10 22 hinzuzu- Fher fügen(außerdem kommtXahrapertrad bei Field in Gen. 5 26 Num. 32 33. 35 Deut. B 34 13 vor, aber diese Stellen geben zu Bedenken Anlaß oder gehören sicher nicht

In is 5 hierher). Eine genauere Durchforschung der Handschriften, besonders der Ka- rerdeits tenen, aus denen schon Nobilius oder vielmehr Morinus(s. Field I, S. III) und im tol⸗ Field einen großen Teil ihres Materials haben, würde gewiß noch eine ansehnliche errnd) Nachlese ergeben; schon jetzt bringt die Septuaginta-Ausgabe von Brooke und 1. MeLean aus einer nur bis Exod. 14 reichenden Baseler Katene(2= Holmes- reiten Parsons 135, vgl. Karo und Lietzmann, Catenarum graecarum catalogus, S. 5) acht t ürer weitere Yapapetruey-Lesarten in Gen. 44 15 46 28 47 22 Exod. 3 22 8 14. 15. 17 9 4.

lich an Übrigens ist zu beachten, daß in der handschriftlichen Uberlieferung Fehler vor- kommen, wie Lev. 15 8 M rG αυνρμα εεταοοσ(SO nach Brooke-MeLean) statt o G.

d A-

din noO-, und daß Lesarten, welche in einer Handschrift als Lesarten des Yapapetttaoy

K bezeichnet werden, in anderen Handschriften anonym erscheinen oder einem an-

2II deren Übersetzer zugeschrieben werden; so waren z. B. die aus der Baseler Katene

em Al- gewonnenen Naßapertrz6v-Lesarten Gen. 44 15 47 22 Exod. 8 17 an sich schon früher

lebtee bekannt, aber Gen. 44 15 als Lesart des Symmachus(infolge einer Verwechselung- 3e gieb von Yap. und Yop.?), Gen. 47 22 Exod. 8 17(vgl. Field und Brooke-MeLean zu .8t) 6 8 16) als anonyme Lesarten. In solchen anonymen Lesarten mag neh sonst noch

Mitteilungen des Septuaginta-Unternehmens. Bd. 1.