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Fragmente einer griechischen Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs. / von Paul Glaue und Alfred Rahlfs
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56
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56 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[192]

Targ. aN dy orpde R een= hebr. Da-y eee-e ee gegen griech. 0b8 viol brEp arsαν νο ε αloννra. Auch die griech. UÜbersetzung wird nicht aus dem Targ. geflossen sein. Der Beweis hierfür ist allerdings nicht so sicher zu führen, da das Targ. meistens ganz genau mit dem Urtext übereinstimmt, und [ual etIIrors 29 24, was nur auf unvokalisiertes hebräisches r., nicht auf das Prmh des Targ. zurückgehen kann, leider so ver- stümmelt ist, daß man gegen seine Verwendung Bedenken tragen könnte. Immerhin bleibt aber auch so noch ein Fall, in welchem die griech. UÜbersetzung mehr dem Urtext, als dem Targ. ent- spricht: 258[xat] XXnjſGovety] aörih ist eher= hebr. eR, als= Targ. Soy Poonenund sie sollen mit ihm reden; genaue Übertragung des Targums ins Griechische wäre hier keineswegs ausgeschlossen gewesen, da XoXlety gsrâ twoc in der LXX öfters vorkommt, z. B. Gen. 35 138. 14. 15. Wenn aber sowohl das Targ., als die griech. Übersetzung direkt auf den Urtext zurückgehen und sich doch so auffällig berühren, so bleiben nur zwei Erklä- rungen möglich: entweder hat der eine der beiden Ubersetzer neben dem Urtext auch die UÜbersetzung des anderen herangezogen, oder beide folgen einer bei den Samaritanern verbreiteten exege- tischen Tradition. Eine Entscheidung zwischen diesen beiden Möglichkeiten läßt sich vorläufig nicht geben.

3) Der Septuaginta steht die griechische Übersetzung der Samaritaner, wie der Kommentar überall gezeigt hat, sehr frei gegenüber. Man kann sie nicht als eine Rezension der LXX be- zeichnen, sondern muß sie als selbständige Übersetzung neben der LXX anerkennen. Trotzdem läßt sich eine gewisse Abhängigkeit von der LXX nicht verkennen. Wenn der samaritanische Uber- setzer z. B.% durch 6: wiedergibt(27 5. 6 29 22. 23), s80 ist diese UÜbersetzung sicher nicht auf samaritanischem Boden ge- wachsen, sondern von den Juden entlehnt, denn nur die Juden, nicht die Samaritaner ersetzen das Ketib durch das Qeré R. Auch in der Wiedergabe von ſos durch 76O ro 27 22. 23. 25 stimmt der Samaritaner gewiß nicht zufällig mit der LXX überein. Allerdings beweisen 1bto und ſévorro noch nicht literarische Ab- hängigheit von der LXX. Schon durch den bloßen Verkehr mit Griechisch redenden Juden konnte ein Samaritaner diese beiden Ubersetzungen kennen lernen; auch brauchen diese Übersetzungen gar nicht erst von der LXX geschaffen zu sein, sondern können schon vor ihr in den griechischen Judengemeinden üblich gewesen sein. Aber es finden sich doch auch intimere Beziehungen. Der Samaritaner gibt, wie die LXX, 24 nep durch xxktwvet und 276