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Fragmente einer griechischen Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs. / von Paul Glaue und Alfred Rahlfs
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54 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[190]

ary aενειαον(AFM 29 75 und die Freer-Hs. εᷣιρ˙ε εμο», aber B xοτεαεαοοeνπ αoéxetray]: ebenso A in Jos. 104⁴⁹, vgl. S-X⁴ εεeελμεεμσασσ A in Deut. 28 20, Mnuorexeixars T in Is. 14. Die Endungen des ersten Aorists werden in der Koine nicht nur oft auf den zweiten übertragen(vgl. hierüber zuletzt Radermacher, Neutest. Grammatik, Tüb. 1911, S. 75 Anm.), sondern zuweilen auch auf das Imperfekt; Thackeray in seiner vorzüglichen Grammar of the O. T. in Greek I(Cambr. 1909)§ 174 führt aus alttestament- lichen Hss. ày-, St- und satvav, SXABovdv, Epspay, Tldy, Syé- 9b,Av, Id'eNXay, 8SiNy, XEAgsy an, Winer-Schmiedel§ 1313 und Blaß ²§ 212 aus neutestamentlichen Hss. eixahev, ellare, elxay, eay, vgl. auch Radermacher S. 77. Daher könnte man mit Thackeray a. a. O. auch zareéxerray als Imperfekt auffassen. Aber

bei Neiwo liegt ein ganz besonderer Fall vor. Infolge der ita-

gzistischen Aussprache sind das Imperf. ENetwov und der Kor. 2oy lautlich und dann bei grammatisch Ungeschulten auch für das Gefühl und in der Orthographie zusammengefallen; wie Thackeray S. 275 uns lehrt, bieten A und andere Hss. durchweg AXetroy statt B's NXucov. Der Sieg des imperfektischen et über das aoristische t erklärt sich daraus, daß das Imperfekt in seiner Orthographie mit der Mehrzahl der übrigen Formen übereinstimmt, während der Aorist mit seinem eine Ausnahme bildet ¹). ars- Xetway kann also auch Aorist mit der Orthographie des Imper- fektums sein. UÜber Bildungen wie zarexiroοαν s. außer den Grammatiken auch J. Wackernagels Rezension der Helbingschen LXXO-Grammatik in der Theol. Literaturzeitung 1908, Kol. 638.

Aus dem Dargelegten ergeben sich folgende Schlüsse: . 1) Die in den Gießener Fragmenten enthaltene griechische Übersetzung ist samaritanisch, denn sie hat in Deut. 274 die berühmte samaritanische Lesart Garizim statt Ebal und stimmt auch in der Zusammenfassung von AplToptbiH. 27 4. 12= aen zu einem einzigen Worte mit dem hebräischen Texte der Samaritaner und dem samaritanischen Targum überein. Außerdem stimmt sie

1) Welche Rolle die Analogie auch in der Orthographie spielt, zeigt sich sehr schön bei eldoy und elrwov. Für eldoy wird bekanntlich sehr oft 150» geschrieben (vgl. Helbing, Grammatik der Septuaginta S. 8 f.), weil nur der Indikativ mit et, die übrigen Formen dagegen mit beginnen. Dagegen wird elnov durchweg richtig

mit ei geschrieben, weil hier alle Formen mit ei beginnen, mithin der Anlaß zu

einer Entartung der Orthographie fehlte.