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Fragmente einer griechischen Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs. / von Paul Glaue und Alfred Rahlfs
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34 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[170]

sich zufällig sämtlich in Deut. 24 16: Oxsp(zweimal), ö⁶(der Strich über ist zerstört), öot, 1dο. Gott und Israel werden stets mit den bekannten Kompendien geschrieben: ν Deut. 276.7, 27 5, E 29 22. 28, 75 27 6, 27 5, M 256.7, dagegen werden Vater und Mutter ausgeschrieben: xοπ⁵ροςσα 27 22, xaœepsc und απτεειοον 24 16, lu-n[rok 27 22 ¹); daraus könnte man, wenn das Material nicht gar zu dürftig wäre, den Schluß ziehen, daß der Schreiber absicht- lich nur die für einen Israeliten heiligen Namen mit Kompendium geschrieben habe, was zu Traubes Ansicht von der jüdischen Her- kunft dernomina sacra trefflich passen würde. Als Inter- punktionszeichen kommt nur ein einfacher Punkt auf der Linie oder über der Linie in verschiedener Höhe(besonders hoch in Deut. 27 4) vor. Größere Absätze sind in Deut. 24 19. 21 27 24 durch ausgerückte große Buchstaben markiert; in 24 21 geht außer- dem eine ακρ ρραροα vorher.

Die Orthographie ist im ganzen korrekt, nur die aller- gewöhnlichste itazistische Verwechselung von t und et kommt vor, und zwar steht gewöhnlich t statt etr: Deut. 24 16 απααεσαν³ι, 257 X2⁴.gty, 27 5. 6 01OOdOIOIC, 71St, s[ ts], 12[soxJlort, aber ein- oder zweimal wohl ei statt t: 27 12 LSItLOIOOSO.], 29 24[teX«etxα].

Es folgt nun die Ausgabe der Fragmente. Ganz ergänzte Buchstaben werden in ganze eckige Klammern[] gesetzt. Buch- staben, die noch in Resten erhalten, aber nicht sicher zu identi- fizieren sind, werden in halbe eckige Klammern 1 gesetzt ²). Wo jedoch die Reste eines Buchstaben so beschaffen sind, daß eine andere Lesung ausgeschlossen erscheint, wird der Buchstabe nicht eingeklammert. Ganz unsichere Buchstabenreste werden durch Fragezeichen angedeutet. Für größere Ergänzungen war in erster Linie der hebräische Text maßgebend, da die griechische Über- setzung, wie der Kommentar zeigen wird, sich sehr eng an den Urtext anschließt. Der Text der Fragmente wird in Minuskeln gedruckt, nur die in der Handschrift größer geschriebenen aus- gerückten Buchstaben werden durch Majuskeln wiedergegeben. Die Worte werden in der heutzutage üblichen Weise voneinander getrennt.

1) Bei den Söhnen, die in 24 16 zweimal vorkommen, versteht sich Voll- schreibung von selbst, da der Plural von uios überhaupt nicht verkürzt geschrieben wird, s. L. Traube, Nomina sacra(= Quellen und Untersuchungen zur lateini- schen Philologie des Mittelalters, II. München 1907), S. 116.

2) Buchstaben mit darunter gesetzten Punkten, wie man sie jetzt gewöhnlich zur Bezeichnung unsicherer Buchstaben verwendet, waren in der Druckerei nicht vorhanden. Das Unterschließen von Punkten wäre aber nicht nur schwierig, son- dern auch wegen der Gefahr des Abspringens der Punkte bedenklich gewesen.