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ſich doch in dem Gemuͤthe des Menſchen der gute Eindruck aus? wie bald vergißt er deine Wohlthaten, und wie leicht wendet er ſie gegen dich oder vielmehr gegen ſein eignes Wohl an? Bewahre mich, mein Gott! daß ich ſie nie aus meiner Seele verliehre: ſtets bleibe mir die frohe Empfindung gegenwaͤrtig, mit welcher ich gleichſam aus meinem Grabe hervor⸗ gieng, und das neue Leben, und die neue Kraͤfte aus deiner Hand erhielte. Und in aller ſeiner Staͤrke fuͤhle mein Herz, wozu du mich von den Graͤnzen der Verweſung zuruͤckfuͤhrteſt, wie viel Barmherzigkeir du auf meinem Krankenlager an mir thareſt, und daß ich in einiger Zeit wieder an dieſem Ziele ſeyn und endlich nicht mehr zuruͤcktehren werde; wie ſchwer und wie ſchroͤcklich mir dann die Sterbeſtunde ſeyn werde, wenn ich mein neues Leben nun gebraucht haͤtte, dieſe koͤſtlichen Schaͤtze deiner Gnade zu verliehren und den
Wegen des Verderbens nachzugehen! Je groͤſer deine
Wohlthaten ſind, deſto ſchwerer iſt auch unſre Ver⸗ antwortung, und deſto ſchwaͤrzer unſre Undankbar⸗ keit. Ewig fern ſey es von mir, dieſe koſtvaren Tage meines von dir ſo gnaͤdiglich gefriſteten Lebens zu ver⸗ liehren. Aber worin beſtehr mein Dank? Doch niche allein in Worten und Lobpreiſungen, ſondern in Er⸗
weiſung eines treuen Gehorſams, und in einer red⸗
lichen und heiligen Anwendung meiner ganzen Le⸗ benskraft. Nie rufe mich der Morgen aus dem Schlafe, ohne meine ganze Seele in Lob und Dank zu dir zu erheben, und meinen Bund mit dir zu er⸗ neuren, deine Wege zu gehen, Samen fuͤr die Ewig⸗ keit auszuſtreuen, nuͤtzlich zu werden, wo ich kann, Gutes zu wirken, ſo lange ich noch lebe, und mich vor jeder Suͤnde zu huͤten. Stets begleite mich der Gedanke an dich und meine heiligen und groſen Pflich⸗
ten auf allen meinen Wegen, zu allen meinen Unter⸗
B h nehmun⸗


