382 Beh hergeſtellter Geſundheit.
nicht niederſchlagen. Gutes in der Welt zu wirken, das ſoll der groſe Antrieb meines Thuns werden, und nach dieſem Zwecke gelebt, Gottes gute Abſichten er⸗ reicht zu haben, das ſoll meine Frende und der Troſt meines Herzens werden. Ich will mir in dem Reſte meines Lebens, das mir Gottes Guͤte noch geben will, reichere Schaͤtze ſuͤr die Ewigkeit ſammlen. Jeder Menſch ſoll mein Freund, mein geliebter Mitgefaͤhrte zu der Ewigkeit werden, und es ſoll immer der herr⸗ lichſte Gewinnſt fuͤr meine noch uͤbrigen Erdentage wer⸗ den, wenn ich hier jemand mit Beyſpiel, Erinnerung oder ſonſt auf irgend eine Weiſe auf Gottes Wege hinleiten, dort jemand in ſeiner Sorge fuͤr ſein ewiges Gluͤck ſtaͤrken und aufrichten, und da ſein Wohl und irdiſches Gluͤck befoͤrdern, oder ſeine Laſt erleichtern tann. Das Leben Jeſu ſoll mein Beyſpiel und Muſter ſeyn, und dieſem groſen Urbilde will ich mit ganzer Seele nachſtreben.
Was mir auf meiner Pilgerreiſe noch zuſtoßen wird, weiß ich zwar nicht. Aber getroſt gehe ich an der Hand meines Hirten den Weg, den er mich fuͤh⸗ ren will. Mit Dant und Demuth will ich von ihm jede Freude dieſes Lebens annehmen, und jede Wohl⸗ that nach ſeinem heiligen Willen gebrauchen, aber auch mit Gehorſam und Ergebung an ihn die rauhere Bahn betreten, auf die er mich rufen moͤchte. Er wird dabey mein Schutz, mein Helfer und Troͤſter ſeyn, und jede Leidensſtunde wird mich zu einer deſto groͤſern Herrlichkeit hinfuͤhren, ſie wird mir Wonne und Segen fuͤr jezt und die Ewigkeit bringen.
o haſt du mir mein Leben Noch einmal, Herr, gegeben;
Mit Inbrunſt dank ich dir! Wui haſt, aus Huld bewogen, Mich aus dem Nichts gezogen, Durch deine Guͤte bin ich hier⸗


