Kerichte
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Vorrede. 29
auf die Beobachtung und Kenntniß ſeiner ſelbſt und ſeiner eignen Gemuͤthsbeſchaffenheit hinge⸗ leitet, und er ſein eigner Richter werden koͤnnte; aber auch an ſeine Pflicht, das Verſaͤumte, ſo viel als noch geſchehen kann, nachzuholen, die Fehler, ſo viel als moͤglich iſt, zu verbeſſern und das Gute, was mannoch fuͤr die Welt und fuͤr ſich ſelbſt thun kann, auf ſeinem Kranken⸗ und Sterbebette, wirklich zu thun erinnert werden moͤchte. Wie weit es mir darin gegluͤckt ſey, muß ich dem Urtheil erfahrner Leſer uͤberlaſſen. Mein Wunſch iſt es vor Gott, daß ich nicht ohne Nutzen und Segen die Feder angeſezt haben moͤge. Stellen der heil. Schrift habe ich zwar nicht mit Hinweiſung auf Buch und Kapitel angefuͤhrt, aber doch hoffe ich, daß man ihr deßhalb nicht den Vorwurf machen werde, ſie ſey nicht bibliſch genug. Der Inhalt iſt deſſen ohngeachtet aus der Bibel genommen, und derſelben einſtimmig.
Ich habe dieſe Schrift in zwey Theile abge⸗ ſondert. In dem erſten habe ich den Geſunden an ſeinen Tod und an die ſtets noͤthigen Anſtal⸗ ten zu ſeiner groſen und lezten Beſtimmung erin⸗ nert; doch wird dieſer Theil auch dem Kranken ſelbſt nuͤzlich werden koͤnnen. In dem zweiten folgen die Betrachtungen fuͤrs Krankenbette: und dieſen ſind theils Betrachtungen zur Kranken⸗ Communion theils vier Morgengebete und eben
einige
ſo viel Abendgebele fuͤr den Kranken; zulezt noch


