Vom gantzen Renſchlithen Coͤrper inn Gemein.
Keonhardt D
Natur/ Krafft/ vnd wirckũg der Wurtzen/ Hoͤltzer/ Kreutter/ Blums/ Fruchtten/ vnd Sohmẽ/ Sampt Kunſt licher Abſunderung/ der aller Edelſten dabtiliteten/ vnd Geiſtlichen Krefftten/ von den Coͤrperen derſelbi⸗ gen Durch welche Innhalts jrer dienain vnd bezaichnüß/ cnechſt Goͤttlicher Allmacht) furnenilich alle gebreſten/ deß gantzen Menſchlichen Coͤrpers/ Euſſerlicher/ vnd Innerlicher Glideren/ Zuͦfaͤll/ vnnd Kranckheitten(eins teils nach lehr des Edlen vnd weitberuembtten PHILIPPI THEOPHRAS 11 PARACELSI/ auch anderer Hochgelarter vnd furtreff licher Altter/ vnd Neuwer b
chen Kreutteren/ die den g an⸗ chen Coͤrper zubezeichnen haben/ Allein zum Ein⸗ gang/ Anleittung vnd deſter Leichtterem verſtandt/ diſes gantzen
b Wercks/ vnd Kreutterbuchs. 5
SEconhardt Thurneiſſer zum Thurn/ Das erſte Buch.
S= 1 G we chſ⸗ Das dritte iſt allewegen an Krafft/ Wirckung"ntee geſchlech S er Gewechſ⸗ vnnd Tugendt/ das alle ingef 3 een nur 3. ver⸗ Lug ö aller geringeſt/ darzuͦt he dner ariten ℳ ſen/ alls Kreutter/ ann ſeiner Artt milter weder die andern beyde/ t] Standen/ vnd Beum Derhalben iſt das Mennlein allezeit furtreffelich⸗
o von Goͤttlicher fůͤr er dann das Weiblein/ das Weiblein aber ſtercker EReſehung dem Menſch dann daß lerſte/ Welches derhalben daß es ann Sreckthe n den. 0) lichen geſchlecht/ vnd Natürlichem vermoͤgen das ſchwecheſt iſt/ das lein das ſterckeſt allen anderen Leben⸗ Vindt genandt/ Auff welche weis inn jedem ge⸗ Welan wiire ) digen Creaturen zů wechs/ das Weiblein ein mittel zwiſchen den an⸗ ceſt.— 1( diutz vnd einem ge⸗ deren beiden/ Alſo das es nicht ſo ſtarck als das s—3 brauch beſchaffe wor Mennlein/ vnd doch ſtercker dann das Kindt iſt. 6ND S den/ deren( ſag ich Sie ſeindt aber nicht derhalben Mennlein vnd ovngeacht/ auch vngetadlet was andere vor mir Freiwlein genandt/ daß ſie/ wie andere Lebendige dhurneiſſer ta⸗ geſchriben haben) ſeindt Eigentlich zreden inn Creaturen ſich vermiſchẽ/ vnd in jrem Geſchlecht delt niemandts jedem genere oder geſchlecht drey warhafftiger a⸗ geberen/ Alſo heiſt das ſchwechiſt deß geſchlechts ſvriff zeigt au
lein ſein mein⸗
9 doch verſcheidener Bericht der Ordnung⸗ hiche dac Vindt/ der⸗ anne ſe n
niger noch mehr zůfin⸗ Soͤtlicher Llemẽtiſcher vñ Natürlicher Snl, den anderen beyden glichſormgket/
b 3 atürlicher Sub ,e ⸗
den/ Ob aber ein jedes Weech gibt Eigentlich zuͤuerſten her⸗ alle gezeuget oder geb oh⸗ Fapepcfin 8 geſchlecht/ inn ſeiner(I ding/ ſy ſegehde Leiehgefbeiude gearttet /o der ren worden ſey/ Nein langt ahn⸗
Hr Species genempt wie ſie wollen/ Nannlich vnd Weip ar nicht/ ſunder dr⸗„
Artt noch mehr Peuuce L e. lich/ vnd vber daſſelbige noch mit einem teil Kat n he⸗ 4 Ider di⸗ Kreutter gebe⸗
in dieſer Propoſitiõ(weil Mannlich noch Weiplich/ oder zugleich Manlich vnd Weiplich/ das ein Mennlein ge⸗
ich allein mein Erfah⸗ vnd derhalben ein Diſferentia vnd vnderſcheidt/ der vorigen beide heiſſen 4 welches(wi⸗ Mennliches Ge⸗ rung anzeig) Mit nie⸗ ſy ſygendt von Gott erſchaffen/ oder aus Goͤttlicher verhencknüs der den verkerttẽ won ſchlectꝭ. 4 9 5e eintweders durch die Element gewirckt/ oder aber von der Na⸗ der jenigen die do fur⸗ weiplichs Ge⸗ mandts zancken. tur geboren/ Derhalben wir in diſem vnſerm werck/ alle geſchlecht jenigen die do für⸗ ſchlecht. Erſtlich ſo iſt deſ⸗ der gewechſſẽ/ auß glichformigkeit der geſtalt/ oder auß Eigenſchaſt eben daß das Menn⸗ Etliche haben wĩ ſelbigẽ geſchlechts ein der Qualiter/ oder aus jrer Natürlichẽ wirckunge/ nit nach ler der ein dem Weiblein 7 der den Aande⸗ Mannliches/ welches a ltẽ. under auß gewiſſer erfarunge auff dreierley geſchlechter/ nem vnd das weiblein dem cher Ftrns wan 1 e e.., lich auff ein Mañlichs/ auff ein Weiplichs vñ auff ein Rindtlichs/ Mann/ gleich wie im Weit/ vnd das an Krafft oder Tu⸗ welches letſte weder Nanoder Weib iſt/ vñ gleich wol Nan oder gleich wie im
Ferlt Weiblein den gendt/ das vermoͤgli⸗ Weibs Art/ vnd Eigenſchafft(doch vnuolkommelich) an ſichhat, Ambt der geberung o⸗ mrenn geratem cheſt/ vñ an wirckung b
de Tebru Hhranſch⸗— daß ſterckiſte iſt/ Zum b lches geſchlecht mehr Zem man ae⸗ anderen iſt ee ſrtches, das an Krafft etwas hilf beweiſe) dem Manlichen geſchlecht/ wegenſei⸗ Hürr das Meib⸗ geringer/ vnnd an wirckung nicht ſo Reich iſt/ ner Natur/ Complex/ Art/ vñ Eigenſchafft am di⸗ enſtlicheſten. A Alſo
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