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Von 1846 bis 1853 : Erinnerungen aus Verlauf und Folgen einer akademischen und politischen Revolution / von einem weiland Gießener Studenten und badischen Freischärler [Rudolph Fendt]
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des Bürgerrechts ſofort ſicherſtellte, das will ich hier nicht des Näheren erörtern.Eine Reſidenz iſt eben eine Reſi⸗ denz! wie jener der Fremdworte gänzlich unkundige biedre Schuſter forthämmernd ſagte, als ihn ſein Junge hinter dem Schul⸗ buche wiederholt nach der Verdeutſchung dieſes, dem Sohn, wie dem Vater gleich ungeläuſigen Latinismus fragte, freilich mit der derben, alle weiteren unbequemen Interpellationen väterlichſt ab⸗ ſchneidenden Schlußbemerkung:Und wenn Du Das jetzt nicht ver⸗ ſtehſt, ſo ſchlag' ich Dir hinter die Ohren! Genug, daß ich da⸗ ſelbſt, ein Freund des induſtriellen Druckes, nach meinem Austritte aus der früher erwähnten Tapetenfabrik als ächter Rother, um die Moral des alten nationalliberalen Ammen⸗ mährchens an mir zu illuſtriren, zu denSchwarzen übertrat! Zu jenen im wahren Sinn des Wortes culturkämpferiſchen Schwarzen freilich, denen mein Freund Friedrich Stoltze ohne die drohende Wiedererweckung des famoſenHaß⸗ und Verachtungs⸗ Paragraphen und der ſeligen Carolina criminalis für die deutſche Reichs⸗Preſſe zu ahnen zur Feier des vorletzten Buchdruckertags in ſeinerFrankfurter Latern ein ſo fröhlich collegialiſchesGott grüß' die Kunſt! zurief. Er hatte wohl in ſeinem Sinne Recht, indem er in jenen prächtigen Verſen demgroßen Stahlkanonen⸗ helden Krupp von Eſſen unſern,die Welt vom Druck durch Druck befreienden Guttenbergmit ſeinen Preſſen entgegenſtellte. Aber was würde uns die ganze Preßfreiheit in thesi helfen, wenn wirklich in praxi der Thadden⸗Trieglaff'ſcheGalgen da⸗ neben aufgerichtet wäre? Dann könnteſt Du, mein alter jovialer Kamerad von 1848 her, mit Deiner zerfetzten Schellenkappe auf dem Kopfe vielleicht gar bald an meiner Seite baumeln, und Deine poetiſche Drohung:man ſchieße mit ſämmtlichen Soldaten den Geiſt nicht todt! wird wohl an maßgebender Stelle eben ſo wenig verfangen, als der Rath Deines Landsmannes und Ge⸗ ſinnungsgenoſſen L. Börne, für fernere Rückforderungen eines ſo ſelbſtverſtändlichen deutſchen Grundrechts an den damaligen hohen Bundestag ohne alle und jede Motivirung das lakoniſche Ultimatum zu ſtellen;Gebt uns Preßfreiheit oder hol' euch der Teufel alle mit einander!(Mich ſelbſt überläuft zwar beim Niederſchreiben dieſer ſanscülottiſchen Grobheit eine wahre Gänſe⸗ haut, aber die Worte galten ja nur dem ſeligen oder vielmehr unſeligenBundestag, denunſer lieber Reichskanzler, mit der edlen Mainzeitung zu reden, anno 1866 ſelber geſprengt hat!) Neben der nicht nur geſchäftlichen, ſondern zugleich auch ſchriftſtelleriſchen Betheiligung an der durch meine Preſſe gehenden unabhängigen Journaliſtik, wofür Angeſichts meiner Antecedentien und Neigungen das vielmißbrauchte geflügelte Wort