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Von 1846 bis 1853 : Erinnerungen aus Verlauf und Folgen einer akademischen und politischen Revolution / von einem weiland Gießener Studenten und badischen Freischärler [Rudolph Fendt]
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über ſeine, unter den republikaniſchen Inſtitutionen der vereinigten Staaten geſammelten Erfahrungen, deren Mittheilung aus dieſer Feder für die Partei der deutſchen Demokraten als der beſte Maß⸗ ſtab zu praktiſcher Beurtheilung ihrer eignen Verhältniſſe von hohem Intereſſe ſein muß, regelmäßige Berichte direkt an uns einzuſenden verſprochen hat, mit deren ungeſäumter Veröffentlichung imVolks⸗ freund wir demnächſt den Anfang machen werden.

Der Unterzeichnete ſelbſt wird für die Dauer ſeines Exils und auch fernerhin als Mitarbeiter an dem Unternehmen ſich be⸗ theiligen und namentlich, ſoweit der Raum des Blattes es geſtattet, die politiſchen Zuſtände des Großherzogthums Heſſen fortdauernd und freimüthig darin beleuchten, wie uns denn auch gediegene Correſpondenzen von dort aus jederzeit willkommen ſein werden. Indem wir Sie ſchließlich wegen Eröffnung des Abonnements auf die in dem Blatte ſelbſt angegebene Straßburger Adreſſe verweiſen, haben wir wohl kaum nöthig, Sie noch beſonders darauf aufmerk⸗ ſam zu machen, daß gerade jetzt, wo auf Veranlaſſung des be⸗ rüchtigten Reichsminiſterial⸗Erlaſſes und desGeſetzes zum Schutze der Nationalverſammlung auch im Großherzogthum Heſſen durch die Ordonnanzen des Miniſteriums Jaup und die in deren Folge eingetretenen Verhaftungen und Verfolgungen mehrerer Redacteurs die demokratiſche Preſſe gewaltſam unterdrückt zu werden beginnt, die thätige Unterſtützung unſres, unter dem Gaſtſchutze des Aus⸗ landes derartigen Ausnahmemaßregeln nicht unterworfenen Blattes im Intereſſe der republikaniſchen Partei ſelbſt liegen dürfte.

Hochachtungsvollſt ꝛc.

Straßburg, 15. October 1848. R. F.

DerVolksfreund erſchien indeß in Folge des immer ſtärker werdenden Druckes der heimathlichen Reaction und der gegen ihn gerichteten polizeilichen Verfolgungen, meines Erinnerns, nur in etwa 68 Nummern, worauf er, namentlich der heiligen Her⸗ mandad erliegend, einging, gleich vielen andern ähnlichen jour⸗ naliſtiſchen Unternehmungen jenſeits, wie diesſeits der deutſchen Grenze.

Trotz aller politiſchen Miſoͤre war unſer Flüchtlings⸗Heimweh nach dem durch die ſichre Ausſicht auf Feſtungs⸗ oder Zuchthaus⸗ arreſt verſperrten deutſchen Vaterland mitunter ganz ſchweizerhaft elegiſch und dasEilende Wolken, Segler der Lüfte! der Schiller'ſchen Maria Stuart hat gar Mancher von uns damals ſentimental nachgeſeufzt. Die tiefe Wahrheit der berühmten Ant⸗ wort Danton's, als er die Aufforderung zur Flucht abwies: Kann ich mein Vaterland an den Schuhſohlen mitnehmen? haben wir bitter genug empfunden. Um nur manchmal den Fuß auf heimiſch⸗deutſchen Boden zu ſetzen, hatten die beiden Brüder