70 Lorbeerblaͤttern klein gehackt, zum Eſſig gethan und
das Fleiſch damit begoſſen. Man deckt das Fleiſch zu und laͤßt es eine Weile ſtehen.—
244) Aufgeſetzte Paſteten.
Dieſe werden mit einem gebrannten Waſſer⸗ teig verfertigt, auf folgende Art: man nimmt Mehl auf einem Tiſch, macht in das Mehl ein Loch und ruͤhrt es in kochendem Waſſer, worinn man vor⸗
hex ein wenig Butter oder Ochſenſett gethan hat, doch muß der Teig ſteif durchgearbeitet ſeyn. Dann rollt man den Teig aus und macht eine des liebige Form, rund oder oval, worein man die ge⸗ beitzten Sachen legt, und die Farce dazu. Von eben dieſen Teig wird ein Deckel gemacht und alles rund herum mit Eiern wohl beſtrichen und ſo in Ofen oder der Tortenpfanne gargebacken.
245) Butterteig zu Paſteten oder Torten.
Auf jedes Pf. Butter nimmt man ein Pf. Mehl, ein Ei, etwas Branntewein und Waſſer, legt das Mehl auf dem Tiſch, arbeitet alles gut durch, rollt es mit dem Rollholze auseinander, dann ausgewaſchene Butter ebenfalls dazu gerollt und ein ſolcher Teig kann zu kleinen Paſteten oder Torten gebraucht werden.
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246) Paſtete von geklopften Kalh⸗ fleiſch. 3
Das ſchiere Fleiſch von der Keule wird in
duͤnne Scheiben geſchnitten, und geklopft. Solt
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