60
Zucker, kocht ſolchen mit Waſſer, bis er Faden zieht, thur die Johaynisbeeren hinein und läßt ſie garko⸗ chey. Dann giebt man ſolche auf ein Sieb, laͤßt „das Naſſe rein ablaufen, ſetzt ſolche wieder aufs Feuer und läßt es kochen, thut die Johannisbee⸗ ren dazu und verwahrt ſie in Glaͤſer.
1
202) Kirſchen, einzumachen.
Werden auf eben die Art wie die Johannis⸗ beeren behandelt.
203) Kirſchen mie Eſſig..
Die Stiele werden halb abgeſchnitten. Hier⸗ auf ſetzt man ſo viel Eſſig aufs Feuer, daß die Kirſchen bedeck’ werden, wirft auf jedes Pf. Kir⸗ ſchen 4 Pf. Zuck r, Coneck und Nägelein in den Eſſis und läßt ihn aufkochen. Donn wirft man die Kirſchen auch in den Eſſig, län ſolche nockein⸗ mal aufkochen, gieht ſte in eine Kruke und laͤßt ſie kalt werden..
204) Pflaumen einzumachen.
Die Pflaumen muͤſſen zwar reif, aber nicht muͤrbe ſeyn, in der Mitte ſchneidet man ſie von einander und nimmt die Kerne heraus. Hierauf nimmt man ausgepreſiten Honig, vermiſcht ſolchen mit halb ſo viel Waſſer, laͤßt ihn aufkochen, klärt ihn mit Eiweis ab, und gieot ihn durch ein Tuch. Dann kocht man den Honig wieder, bis er anfaͤngt dicke zu werden, laͤßt ihn abkuͤylen und giebt ihn uͤber die Pflaumen.
205) Pflaumen in Eſſig.
Die Stiele werden abgemacht und eben ſo wie die Eſſigkirſchen behandelt.


