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Vollständiges kleines niedersächsisches Kochbuch : für angehende Hausfrauen, Wirtschafterinnen und Köchinnen
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169) Haaſen zu braten.

Wenn der Haaſe abgeſtreift, Kopf, Bruſt und Blaͤtter davon geſchnitten, ſauber gehaͤutet und ge⸗ ſpickt worden, begießt man ihn mit kochendem Waf⸗ ſer, bringt ihn ans Feuer, gießt fleißig Butter darauf und ſtreuet ein wenig Salz daruͤber. Kurz vor dem Anrichten giebt man ſuͤßen Rahm zu der Butter und begießt den Braten damit. In ohnge⸗ faͤhr 2 Stunden iſt er fertig.

170) Rephuͤhner zu braten.

Rephuͤhner werden ſo wie die andern Huͤhner, ausgenommen und zugerichtet, nur daß man den Kopf gewoͤhnlich mit den Federn darauf ſitzen laͤßt,

und ihn während dem Braten mit Papier bewickelt. Sie werden auf der Bruſt ein wenig geſpickt und fleißig mit Butter begoſſen.

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171) Schnepfen zu braten.

Es wird eben ſo wie bei den Rephuͤhnern ver⸗ fahren, nur daß man gewoͤhnlich ſtatt zu ſpicken, eine duͤnne Scheibe Speck auf die Bruſt bindet. Das Eingeweide hackt man klein, nachdem man die Magen davon geworfen, ſchwitzt ſolches in Butter gar, ſtreichet es auf geroͤſtete Semmelſcheiben und legt ſolche bei den Schnepfen auf die Schüſſel.

172) Kramtsooͤgel zu braten.

Kramtsvoͤgel werden nicht ausgenommen, die Fuͤße hinter die Keulen gelegt, eine Keule durch die andere geſchoben und durch den Kopf geſteckt, aus welchen die Augen gemacht ſind Hierauf be⸗ feſtigt man ſolche an kleine Bratſpieße, braͤt ſte am Feuer, begießt ſie fleißig mit Butter, und ſtreust D8