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Die Pflichten Der Tischgenossen Des Herrn / durch Johann Rudolff Osterwald, Pfarrherrn der Französischen Kirchen zu Basel, Nunmehro aber Wegen seines erbaulichen Innhalts, nach der Zweyten, von dem Herrn Verfasser selbst, corrigierten und verbesserten Auflag, ins Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
285
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Nach⸗Errinnerung. 285

Die andere Pflicht beſtehet in un⸗ ermuͤdeter Arbeit an Beſſerung ſei⸗ nesLebens/ je nach deme man es auf underſchiedene Art noͤthig hat; und man muß ſich den Muth nicht neh⸗ men laſſen weder durch die Schwe⸗ rigkeiten, die man antrifft inſonder⸗ heit im Anfang, und auch wegen den Ruckfaͤhlen; die Wuͤrckung/ die ſolche Ruckfaͤhl haben ſollen, iſt, wann man ſich demuͤthiget, und wachtbarer und emſiger in Ubung des Gebetts ſich erzeiget.

Dieſem Rath nicht folgen, heiſt ſich in Nothwendigkeit ſetzen, GOtt unge⸗ treu zu ſeyn, und ſich ſo der Gnad be⸗ rauben, die IEſus Chriſtus uns be dem Heil. Abendmahlanerbietet, ſo wir man je mehr und mehr ein Vorwurff der Himmnliſchen Gnade; man ſtehet taͤglich in einer genaueren Gemeinſchafft mit GOtt, und das Blut ſeines Sohns rei⸗ niget uns von aller Suͤnde.

KE ND E.