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Die Pflichten Der Tischgenossen Des Herrn / durch Johann Rudolff Osterwald, Pfarrherrn der Französischen Kirchen zu Basel, Nunmehro aber Wegen seines erbaulichen Innhalts, nach der Zweyten, von dem Herrn Verfasser selbst, corrigierten und verbesserten Auflag, ins Teutsche übersetzt
Entstehung
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284 Nach⸗Errinnerung.

ſelbſt erfuͤllen muß, an deme man zudes HErrn Tiſch gegangen. Auſ⸗

ſer denen, welche man Gött in ſei⸗

nem Tempel abſtatten muß; Die Comunions⸗Taͤg muͤſſen insbeſon⸗

dere ſeyn, Tage des Gebetts, und Heil. Betrachtungen, darin man etwas gutes lieſet und Gottſelige Geſpraͤch fuͤhret, und endlich Liebe

uͤbet und Allmoſen außtheilet. Es

ſind noch weiter zwey andere allge⸗ meine Pflichten,zu denen man all

ſein Lebenlang verbunden.

Die erſte erforderet daß man al⸗ le Tag, inſonderheit auf den bend, ſein Gewiſſen erforſche.

Und das iſt eine fuͤrtrefliche Vor⸗ bereitung zum Gebett; und weil keAein Tag nicht iſt, da der HErr nicht

kom̃en koͤñe, ſo iſt auch keine/ da man ſich nicht nothwendig underſuchen muͤſſe, ob man im Stand ſeye vor Ihm mit einẽ rechtſchaffenen Ver⸗ trauen zu erſcheinen. Die