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Die Pflichten Der Tischgenossen Des Herrn / durch Johann Rudolff Osterwald, Pfarrherrn der Französischen Kirchen zu Basel, Nunmehro aber Wegen seines erbaulichen Innhalts, nach der Zweyten, von dem Herrn Verfasser selbst, corrigierten und verbesserten Auflag, ins Teutsche übersetzt
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10 Die Pflichten

gieſſen ſollte, auszuſoͤhnen die Suͤnden der Menſchen. mm Nun in der That wollte GOtt eben durch dieſen Todt dieſen neuen Bund befeſtigen; dieſen Gnaden⸗ Bund der Barmherzigkeit und Vergebung, welchen er verſpro⸗ chen zur Zeit des Evangelii auf⸗ zurichten; ſo geſchahe, die Wort recht begreiflich zu machen, die IEſus Chriſtus allererſt ausge⸗ prochen. » Es iſt dann eben als wann er geſagt haͤtte; diß Brodt, daß ich »eben gebrochen, von welchem ich geeſſen, und von welchem ich auch euch befohlen zu eſſen, ſtellt

mm Gantz wie der erſte Bund, deß, Moſes Die⸗ ner geweſen, durch das Blut beſtaͤtiget worden, wie ſolches zu ſehen Exod. 24. 8. Der andere Bund muſte auch durch Blut bekraͤfftiget wer⸗ den; nicht durch das Blut der geſaͤtzlichen Opfferen, ſondern durch das Blut, JEſu Chriſti ſelbſten, durch welches alle Glaͤubigen Vergebung ihrer Suͤnden erlangten. Seht uͤber dieſe Materie Hebr. 9. vom 11. v. an.