Druckschrift 
Das buch von der Tugent und Weißheit, nemlich Neunundviertzig Fabeln, der mehrer theil auß Esopo gezogen unnd mit guten Rheimen verkleret Durch Erasmum Alberum Allen stenden nuetzlich zulesen
Seite
7
Einzelbild herunterladen

1 2 Die Fabeln Eſopi. C Morale.

Der Hundt mit ſeiner eigen fahr/ Hat vns gegeben dieſe lar/ Wann jemandt will zuuiel begern/ Der muß darnach auch des empern/ Das jhm dunor Gott hat beſchert/

Vnd ſo man das teglich erfehrt/ Wie kompts/ das man nicht folgen will/ Vnd immerdar fert vbers ziel⸗ Apc&ic Aαυνα æeνα. Id eſt, Mediocria omnia optima. Ne quid nimis. Inter utrumqʒ uola, medio tutiſsimus ibis. 1 1 Modus eſt optima uirtus. Dimidium plus toto. Et potes e paruo fonte leuare ſitim.

8* 4 3 Voneinem Bawern/ vnd * einer Ganß Die 4. Fabel. S hieß ein Bawer Doͤlpelhanß/ Der hat zumal ein koͤſtlich Ganß/ Die legt alltag ein guͤlden Ey/ ldem docet Vnd legt jm auch zu zeiten zwey. hæc Fabula, Nun war der Bawer all zu geier/ quod præce⸗ Weil jhm die Ganß legt guͤlden eier/ 1 dens 2 aut Ermeint/ es ſolt jhm baß gelingen/ G uhea Vnd wolt zuhauff groß reichthumb bringen/

õm

õy

Daucht