12 Trauer⸗und Troſt⸗Gedichte.
Die Perlen ſchaͤtzt man hoch; (b) Und ob Europa gleich daran nicht Mangel hat; „So muß doch Aſien und Africa ſie ſchicken/ Damit die Hoffart koͤnn den Maden Sack ausſchmuͤcken/ Die ihrer Nichtigkeit ſucht dieſen eitlen Rath. Ach wer iſt weiſe doch! Und ſucht den wahren Schmuck der Seelen1n/ Der/ wann auch dieſe flieht aus unſerer Leibes⸗Hoͤhlen/ Vor GoOttes Richter⸗Stuhl der eins beſtehen kan. Da es auf die Froͤmmigkeit und den Glauben kommet an/ Der/ mit Chrtſti Blut beſprenget/ Suͤnde/ Teuffel/ Hoͤll verdringet. Der Heiland wird dort nicht nach eiteln Schaͤtzen fragen; Noch ſehen anf das HEr:! HErꝛ! ſagen. Wohl dem der dieſes faßt! (c) Und/ wann Er Guͤter hat/ den Armen ſie genieſen laßt. Als an denen Chriſtus einſt wird das Maß der Liebe nehmen. Wohl denen dann! die ſich bequemen (d) An guten Wercken reich zu werden/ (e)(Die/ wann verſchwindt alle andre Sach/ Uns in den Hummelfolgen nach; Die ihre Hoffnung nicht aufs ungewiſſe gruͤnden/ Die werden nach der Zeit/ das wahre Leben finden Ein Schatz darnach kein Dieb kan ſteigen Und den der Frechen Motten⸗Zahn Niemahls benagen kan;
An dem kein Zeit noch Roſt die Kraͤffte koͤnnen zeigen. Daß/ ihr Herꝛ Vetter! diß auch redlich habt erwieſen/ Wird ohne Heucheley geprieſen;
Doch meid ich viele Wort' Die ihr in der Lebens⸗Zeit niemahl ſonderlich geliebet/ Sondern Euch in Gottesforcht und des Nechſten Lieb geübet: Man laß die Arme ſagen Die manchen Troſt von Euch hinweg getragen/ Wohl Euch! ihr ruhet nun im Hunels Port. Dieſes ſetzte ein dem Seelig⸗Verſtorbenen hochverbundener
Vetter und Gevatter Johann David Mauchart/ D.
Phyſ. Ord. zu Marbach.
(b) Rolf. Diſp. de Margaritis.(c) Matth. XXIV, 40. 45.(d) 1. Tim. VI, 18, f. (e) Apoc. XIV, 13z. 1
40, 0e2O,de2G,0320,0386,0326,0520,020,920,9320,b320,0380,02
„ . Valmiſches„— Denck⸗ und Chren⸗Wahl.
S iſt betruͤbt/ daß uns HErꝛ Palm entriſſen worden In vorhin ſchwerer Zeit/ da man klagt aller Orten/
Daß


