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Eine Wohl-vollbrachte Ritterschafft Und Wallfahrt zur ewigen Wohlfahrt, Dardurch man des Himmlischen Kleinods wird theilhafft : In einer sonderbahren Leichen-Rede, Aus 2. Tim. IV,7. 8. Nach dem seeligen Ableiben Des ... Herrn Johann Heinrich Palmen ... Hof-Jubiliers, und Niederlags-Verwandten zu Wien ... Als Derselbe ... 1710. den 18. Aprilis allda seelig gestorben ... / Vorgestellt und auf Begehren ausgefertiget Von M. Ludwig Carl Ditzinger, Ministerii Seniore
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104 PERSONALIA

und beruͤhmten Kauff⸗Leuthen/ nemlich Herren Johann Daniel

Fingerlin und Bunt ſich begeben/ und bey denenſelden/ obſchon un⸗

ter anfaͤnglichen zimlich harten Strapazzen biß Anno 1681. geblieben/

anbey aber einen trefflichen Grund zum kuͤnfftigen Stabiliment

geleget/ auch Krafft ſeines guten Teſtimoni ſich allda redlich und

ehrlich aufgefuͤhret hat/ wobey Er inſonderheit dem lieben GᷣOtt gedancket/ daß derſelbe Ihn von vielen gefäͤhrlichen Anſtoͤſſen/ ſonderlich vor boͤſer Geſellſchafft gnaͤdiglich behuͤtet habe; zu Er⸗ langung weiterer Experientz nun hat Ihne ſein lieber Herꝛ Vat⸗ ter Seel. in obgedachtem Jahr mit ſich nacher Wien genommen/ und ſelbigen dem Herꝛn Jacob Garben/ der Roͤm. Kaͤiſerl. Ma⸗

jeſtaͤt und Ihro Koͤnigl. Majeſtaͤt in Pohlen reſpective Hof⸗ Und Cammer⸗Jubilier auch Niederlags⸗Verwandten daſelbſt recom⸗

mendirt/ bey welchem Er ſich einige Zeit aufgehalten/ und her⸗ nach mit Rath und That ſeines geliebteſten Herꝛn Bruders/ Herꝛn Johann David von Palm als dermahligem Roͤm. Kaͤiſerl. Ma⸗ jeſtaͤt wuͤrcklichen Hof⸗Cammer⸗Raths/ General-Commifſäriar⸗Amts Directtoris Und geheimen Referendari, nicht allein mit wohlgedach⸗ tem Heren Garb in eine Handlungs⸗Compagnie eingetretten/ ſon⸗ dern ſich auch Anno 1686. den 16. April. in eine Blutsverwand⸗ ſchafft mit Ihme eingelaſſen/ allermaſſen Er deſſen damahlige Jung⸗ fer Stieff⸗Tochter/ Sophia Catharina/ dero leiblicher Herꝛ Jatter Seel. Herꝛ Valentin Lattermann Kaͤiſerl. Niederlags⸗Verwand⸗ ter zu Wien geweſen/ in erwehntem Jahr geehlichet/ welche dermah⸗ len als hochſtbetruͤbte Jrau Wittib den unverhofften Todfall ihres liebſten Ehe⸗Gemahls deſto ſchmertzlicher beweinet/ je vertrauter und hertzlicher ihre miteinander beſeſſene 24. Jaͤhrige Ehe gewe⸗ ſen/ und je inniglicher Sie bekannter maſſen einander geliebet/ ja je mehr Truͤbſalen Sie in der Stille und wahren Gelaſſenheit zu GOtt mit einander erdultet/ und dadurch ihr rechtſchaffenes Ehe⸗ Band je laͤnger je mehr befeſtiget haben; jedoch kan Derſelben zu ſonderbahrer Conſolation gereichen/ daß der Seelig⸗Verſtorbene auch ſeines gleichen hinter ſich gelaſſen/ indeme aus gemeldter Ehe zwar§. Söhne gezeuget worden/ darvon aber nur drey ſich am Leben befinden/ nemlich die zwey aͤltere Herren Johann Hein⸗

rich und Frantz Gottlieb/ welche ſich ebenfalls der Handlung er⸗

geben/ und ſich beeyfferen in ihres Seel. Heren Vatters Fuß⸗ ſtapffen zu tretten/ der Juͤngere Namens Leopold Carl aber ſich noch bey der Frau Mutter befindet/ und ein wohl geartetes Kind

von guter Hoſfnung iſt/ auf welche alle der HErꝛ den Vaͤtterli⸗

chen Seegen wolle ruhen laſſen! Den Lebens⸗Lauff unſers Sect

erꝛn