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8 Chriſtliche Amts/ und das hohe vollguͤltige Erloͤſungs⸗Werck fuͤr uns/ daß nemlich der Goͤttlichen Gerechtigkeit ein vollkommenes Genuͤgen geſchehen durch ſeinen wuͤrcken⸗ den und leidenden Gehorſam/ 1. Petr. I. 18. ſeqq. Das Geſetz vollkommlich erfuͤllet/ Gal. IV, 4. Rom. III, 8. Joh. I, 3. Eſ. LIII, 4. 5. 1. Pet. II, 24. 2. Cor. V, 2. Alle Suͤn⸗ den und der Suͤnden⸗Straffen abgetragen und gebuͤſſet/ Ioh. 29. EfLIII, 4. 5. 1. Pet. II, 24. 2. Cor. V, 21. Damit GOtt voͤllig ausgeſoͤhnet/ Col.I, 20. 1. Joh. II, 2. 2. Cor. II, 18. 19. dem Satan ſein Reich zerſtoͤrt/ 1. JIoh. III 8. Hebr. II. Gen. III. Eine ewwige Erloͤſung erſunden/ Hebr. IX, 12. das Heyl erworben/ die Suͤnde verſie⸗ gelt/ die Handſchrifft getilget/ die Miſſethat verſoͤhnet/ und die Gerechtigkeit wiederge⸗
dracht worden/ da Er bereits ſchon am Creutz als Koͤnig erklaͤret worden/ Dan. IX, 24.
und als der rechte Hohe⸗Prieſter mit einem einigen Opffer in Ewigkeit vollendet die geheiliget werden/ cap. X, 14. darum da Er iſt vollendet/ iſt Er worden allen/ die Ihm gehorſam ſind/ eine Urſach zur elwigen Seeligkeit. cap. V, 9. Dadas eine zeu⸗ get von der GOttheit und Krafft Chriſti/ das andere von der Vollguͤltigkeit feines Verdienſtes.
Von welchen vollendenden und vollkommenmachenden Opffern das Wort im Text hergenommen iſt! Dorſchei Theo. Zachar. p. 213. Dann/ damit ihm und ſeinem Tod/ wie Damaſcenus ſagt/ dem Anſehen nach die gantze Welt haͤtte ein End nehmen und zu Truͤmmern gehen ſollen/ iſt ihre Verſoͤhnung vollbracht worden. Diß iſt die voͤllige Quittantz fuͤr alle Schuld und Straffe. Nachdeme nun der Sohn GOt⸗ tes ſein Leben vollendet hat/ was iſt fuͤr ein Ding/ welches nicht vollendet wird? Die Hoͤlle nimmt ab am Tod/ die Welt an der Sund/ die Heydenſchafft an der Abgoͤtterey/ das Geſetz an Gebraͤuchen/ die Schrifft an Figuren/ die Augen der Suͤnder an Thraͤ⸗ nen/ das Hertz an Farcht und Seuffzen/ das Gericht an Straffen. O unausſprechli⸗ ches Vollbringen!—
Uber dieſes alles aber war auch vollbracht/ der Lauff ſeines Lebens und
Wandels im Fleiſch/ das volle Maaß ſeiner unzehlbaren Leiden/ Rom. IX. Act. XIII, 29. da er nemlich nach dem Termin ſeiner tieffeſten Erniedrigung den erſten Grad ſeiner Erhoͤhung erreichte/ Luc. XXIV, 26. Phil. II. wie nicht weniger war alſo auch der Lauff zum Vatter vollbracht. Joh. XVI, 10. XVI, 28. Die Creutz und Blut⸗ Tauffe/ daraufer ſich ſo geaͤngſtet/ geſchehen/ Luc. XII, 5o. Matt. XX, 22. Und noch das wenigſte darvon ruckſtaͤndig/ welches/ weil er verſichert war/ daß es bald und inn⸗ ſtehend geſchehen werde/ ihm eben ſo viel war/ als wenn es bereits ſchon geſchehen waͤre. Wie er zuvor ſchon/ ehe einmal die letzte und wichtigſte Stuͤcke ſeines Leidens ange⸗ tretten waren/ von ſich ſagte: Was von mir geſchrieben iſt/ das hat ein Ende. Luc. XXII, 37. Gleichwie nunſolches zu verſtehen von einem Stuͤck des Leident/ nem⸗ lich die Rechnung unter die Ubelthaͤter/ alſo dieſe Worte von allem/ was in dem Leben vor ſeinem Tod hat geſchehen ſollen. Sonderlich da Ers in den letzten Zuͤgen redete/ da das Blut in den Adernvoͤllig vertropffet/ das Lebens⸗Fuͤncklein ſaſt gar verloſchen/ alle Kraͤfften verzehret/ die Augen gebrochen waren. Darmit ſind alle Leiden Chriſti ſo
voͤllig geendet/ in ſeinem Tod/ daß in ſeiner Begraͤbnuß und Hoͤllenfahrt keine fernere
Leiden zu fingiren ſind; Dannenhero Er nun nicht mehr leiden kan/ ohne Zuneigungs⸗ Weiß in ſeinen Gliedern/ Act. IX. oder Auslegungs⸗ und Verſchuldigungs⸗Weiß von den Gottloſen/ tvelche Chriſtum wider ſich ſelbſt ereutzigen/ deſſen Blut mit Fuͤſſen tret⸗ ten/ ſich verſchulden an dem Leib und Blut des HErin/ Hebr. VI 6. X, 29. 1. Cor. XI, 27. Darum Paulus mercktwuͤrdig ſchreibet: Wir wiſſen/ daß Chriſtus von den Todten aufertwecket/ hinfort nicht ſtirbet/ der Tod wird hinſort nicht uͤber Ihn herꝛ⸗ ſchen. Dann daß Er geſtorben iſt/ das iſt Er der Suͤnden geſtorbenzu einem mal Rc. Rom. VI, 9. 10. Hebr. IX, 21.:
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