Zinzendorf, Gedichte.
So komm herein, wir ſind ja dein, Und laß uns recht geſegnet ſein!
Brunnquell aller Seligkeiten, Ach fahre fort, uns zu bereiten, So wie es dir gefällig iſt. Wir, als von Natur verdorben, Wir ſind dem Leben abgeſtorben, Darinnen du zu finden biſt. So töte doch den Feind, Der uns zu ſtürzen meint, unſer Leben! Vollbringe nun, uns abzuthun,
Daß wir in deinem Tode ruhn!
Selig ſind die geiſtlich Armen.
ie finden leichtlich dein Erbarmen; as Land der Himmel bleibet ihr, Da im Gegenteil die Reichen,
Und die gar ſatt ſind, ferne weichen
Von deines Königreiches Zier.
Ach mach uns Arme reich, Doch deiner Armut gleich. Gieb uns, Jeſu, Den reichen Mut, dem irdiſch Gut
Recht weh, und Armut ſanfte thut!
Selig ſind, die Leide tragen. Sie ſollen Troſts genug erjagen,
Ihr Herzog ging den Weg voran.


