ganzes Leben
Ich kann mir ja kein gut Geſicht Von meinem Herrn verſprechen, Weil ich ſein gnadenvolles Licht An mir geſucht zu ſchwächen.
Wie oft zog dieſes Gnadenlicht Mich hin zu deinem Sohne, Wie oft, o König, neigt'ſt du nicht
Den Szepter vor dem Throne!
Ach aber, mein' in Unverſtand Dahingeſunkne Seele Beliebete den Kindertand
Der armen Leibeshöhle.
Jetzt macht mich mein Gewiſſen rot, Mich ſchrecken die Gedanken; Der Feind verklagt mich, und die Not,
Die reißt aus allen Schranken.
Ich bin, von manchem Herzensſtoß Erſchüttert, matt und müde. Wie werd ich meiner Schulden los?
Wie find ich wieder Friede?
Sieh da, mein Heil, ich kenne dich Bei deiner Augen Strahlen: Du kannſt, auch glaub ich feſtiglich, Du wirſt für mich bezahlen!


