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Geistliche Gedichte des Grafen von Zinzendorf : eine Auswahl zur Erinnerung an den Tag seiner Geburt vor zweihundert Jahren / herausgegeben von H. Bauer und G. Burkhardt
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So übt er ihre Glaubenskraft In einer treuen Ritterſchaft. Sie thut's, und wenn ſie dann ihr Werk gethan, Denkt ſie gemeiniglich nicht weiter dran.

Und würde man ja irgendwo Der eignen Gnadenarbeit froh, So kommt die heilge Scham herbei, Die zeiget uns ſo mancherlei, Daß man Gott dankt, wenn man ſich ſelbſt vergißt, Und denkt an nichts, als daß ein Heiland iſt.

Und allenthalben ſteht der Sinn Der Gläubigen zur Gnade hin Und denkt dran, wie er Nacht und Tag Dem Bräutigam gefallen mag, Der uns vom ewgen Tode los gemacht

Und unverdient zur Seligkeit gebracht.

Darum befiehlt uns Jeſus nun, Der Blinden Augen aufzuthun. Und wenn wir rufen, iſt er da, Und ruft den Tauben:Hephatha! So wird das Evangelium gehört, So wird das Auge auf das Lamm gekehrt.

Wir ſind dem Lamme unterthan; Wir melden unſre Gaben an,

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