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von der Regel anzuſehen, die ihrerſeits um ſo weniger Vortheile verſpricht, je häufiger ſie wird.
In Procenten von dem Werthe des Grundcapitals ausgedrückt, beträgt der Werth des Viehſtandes durchſchnittlich etwa 10 pCt. des erſteren und auf den Hectar berechnet, ſteigt der Werth des Viehſtandes auf 300 Mk. bei dem größeren Gute in Guntersblum und fällt bis herunter auf 20 Mk. in verſchiedenen Fällen; bei den Taglöhnergütchen fällt mehrfach der Werth des Viehſtandes pro Hectar auf einen noch geringeren Betrag als 20 Mk., während er da und dort allerdings auch wieder bis auf 150 Mk. ſteigt oder ſelbſt noch höher. Wenn nun auch das Verhältniß des Werthes des Viehſtandes zum Werthe des Grundcapitals und auch das Verhältniß zur benutzten Fläche nicht ohne Weiteres als Maßſtab gelten kann für die beſſere oder ſchlechtere Wirthſchaftsführung, ſo iſt doch ſo viel gewiß, daß in einer Wirth⸗ ſchaft, für welche der Viehhaltung überhaupt noch eine nennenswerthe Bedeutung zu⸗ geſtanden werden ſoll, ein Verhältniß des Viehſtandes zum Werthe des Grundcapitals bezw. zur benutzten Fläche, wie die eben angedeuteten, im Durchſchnitt beſtehenden Verhältniſſe, als durchaus ſehr gering zu erachten iſt, daß alſo der Viehſtand im Durchſchnitt bei den zu den Berechnungen herangezogenen Wirthſchaften ein äußerſt ſchwacher genannt werden muß. Dieſe Thatſache erhält eine noch größere wirthſchaft⸗ liche Bedeutung dadurch, daß ein nicht geringer Theil des Werthes des Viehſtandes auf das Zugvieh kommt(bei dem größeren Gute in Meſſel z. B. nehmen die Pferde nahezu 50 pCt. vom Werth des geſammten Viehſtandes für ſich weg) und daß in dem Nutzvieh auch die Zugkühe mit einbegriffen ſind, die in Folge der Anſpannung ſelbſtredend in der Production von Milch ꝛc. weſentlich verlieren. Es iſt kein Zweifel, daß in ſehr vielen Fällen überflüſſig viel Zugvieh, namentlich Pferde gehalten werden und daß eine ſorgfältigere Oeconomie in dieſer Richtung die Rentabilität der Wirth⸗ ſchaften im Allgemeinen nicht unbedeutend zu heben vermöchte. Anzuerkennen mag es ſein, daß im Allgemeinen wohl das Beſtreben zu beſtehen ſcheint, die Zugviehhal⸗ tung billiger einzurichten als bisher und namentlich an Stelle der Pferdehaltung zu dem wohlfeileren Ochſen⸗ und Kühegeſpann überzugehen.
Wie außerordentlich wenig Mittel und Sorgfalt noch auf die Viehhaltung ver⸗ wendet werden, geht aber in noch deutlicherer Weiſe aus den in Tabelle 1 aufge⸗ führten jährlichen Milcherträgen hervor, die in Beuern und Ruhlkirchen auf 730 Liter pro Kuh, in Unter⸗Schönmattenwag ſogar noch tiefer herabſinken, während ſie in Guntersblum auf die ſehr reſpectable Höhe von 3650 Liter pro Kuh ſteigen. Welche Fülle von Gedanken rufen dieſe Zahlen bei jedem intelligenten, auf der Höhe der Zeit ſtehenden praktiſchen Landwirth nicht hervor und auf welche große Mißgriffe in der Bewirthſchaftung laſſen die geringen Milcherträge in Unter⸗Schönmattenwag, Beuern und Ruhlkirchen nicht ſchließen? Hier löſt ſich manches Räthſel über die Deficits an Grundrente, die in den vorliegenden Berechnungen auftreten, und da iſt der Punkt, wo der Hebel zur Beſſerung der wirthſchaftlichen Zuſtände zuerſt angeſetzt werden muß. Wenn man dazu in Betracht zieht, auf welch niederer Stufe die Züchtung


