Muſik⸗Vecein⸗Konzert. Die ſechſte und lezte diesjährige Produktion des peſther u. Ofner Muſikvereins eröffnete Lind— paintners grandioſe Vampyr-Ouverture. Fräu— lein uffer ließ uns im Vortrage einer Arie aus Donizetti's:„Furioſo“ ein recht beach— tenswerthes Talent erkennen. Das hierauf folgende Vokalquartett wirkte nicht ſondexlich. Der Violoncelliſt Hr. Huber bewies im Vor— trage eigener Variationen viel techniſche Fer— tigkeit— die Kompoſition ſelbſt war zu ge— dehnt und zwetmäßige Kürzung hätte den Ef— fekt geſteigert. Den Schluß machte Beetho— vens, herrliches Oratorium:„Preiseeder Ton— tunſt.“— Die Erekutirung befriedigte, vor— züglich erzellirte das Fräulein Victoris im Vortrageſühres lieblichen Partes. 8. 1.
Ernſt's zweites Konzert.
Sonntag, den 24. Mal, um die Mittags— ſtunde, gibt der Violinvirtuoſe W. H. Ernſt ſein zweites Konzert im großen Redoutenſaale. Gegeben wird: 1. Ouverture aus Schindel— meiſſers Oper:„Szapary.“— 2. Concertino Allegro brillante, Andante und Rondo valse von En ſt.— 3. Ariette, geſungen v. Fräulein Henriette Carl.— 4. Va⸗ riationen von Mayſeder, vorgetragen von Ern ſt.— 5. Cavatine aus Belisario, ge— ſungen v. Fräul. Henr. Carl.— 6. An- dante spianato, und, auf allgemeines Ver— langen: der Carneval in Venedig v. Eon ſt.— Sperrſize à 3 fl. u. 1 fl. 30 kr. und Billets à 1 fl. C. M. ſind in den Kunſt— handlungen der H. H. Grimm, Miller und Wagner zu haben.
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Mediziniſches.(Eingeſandt.) Sind zwar Diſſertationen in dee mediziniſchen Lite— ratur allgemein, und ziehen nur ſelten die Aufmerkſamkeit der wiſſenſchafttichen Welt auf ſich, verdient dennoch die vor Kurzem in Ofen erſchienene von Med. Pr. Hrn. Moriz Schu— ler verfaßte„Dissertatio inauguralis Medica de Evacuatione sanguinis““, gewidmet Sr. Erzellenz dem Freih. J. v. Eötvös, eine ver— dienſtvolle Ausnahme u. darf einer mediz. Fa— tultät und wiſſenſchaftlichen Welt überhaupt anempfohlen werden. Man kann ſagen, es iſt dem Verfaſſer gelungen, die Blutentlee— rung mit einer, auf wiſſenſchaftlichen Grund— ſäzen baſirten umſicht zu erörtern. Auch hat
der Verfaſſer die leider ſo häuſig vorkommen— den Mißbräuche der Blutabnahme auf eine einleuchtende Weiſe beſprochen und in dieſer Hinſicht ſehr verwendbare Fingerzeige gege— ben; Leztetes iſt um ſo erwähnungswerther, da wir leider ſchon oft die Fälle erlebten, daß Kranke nicht in Fo ge ihrer Krankheiten ſtar— ben, ſondern an Erſchöpfung und eiyngetrete— ner allzugroßee Schwäche, was durch die übermäßige Blutentlecrung entſtand.
—— Gaſthbausweſen. Wir konnen nicht umhin, bei der bevorſtehenden Marktzeit allen Fremden das Hotel„„um Jägerhorn“ beſtens anzuempfehlen.— Nicht immer vermag das Neue das gute Alte zu verdrängen und bei dem gegenwärtigen Floriren unſerer Han— delsſtadt muß Alles im ſteten Aufſchwunge begriſfen ſein. Hr. Peſoldt iſt der Mann, der der Leitung ſeines Geſchäftes mit Energie vorſteht; eine reinliche, billige Bedienung, nett hergerichtete Paſſageurzimmer und der freundliche Anblik, den dieſer großartige Gaſt— hof ſowohl in ſeinen Außenfrenten, wie auch in ſeinem Innern gewährt, wird jeden Be— ſucher eben ſo angenehm überraſchen, wie auch in jeder Hinſicht zufrieden ſtellen. Eine reiche Auswahl koͤſtlicher Speiſen im Arkadien— ſaale, ein wohlbeſezter Weintariſf— was braucht man mehr, um glüklich zu ſein?— Und ſomit blaſe ich dieſem Jägerhorn hiemit ſeinen Empfehlungsbrief; daß das Lob ein gerechtes ſei, davon kann ſich Jeder leicht überzeugen. l
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Sing ſchule. Die vierte allgemei— ne Verſammlung der Aktionäre der öffent— lichen Muſikvereins-Singſchule in Peſth wird am nächſten Sonntag, 23. Mai, Vormittag, um 10 uhr, im Redoutengebäude(1. Stok, nächſt der großen Brükengaſſe) ſtattſinden, wozu ſämmtliche p. 1. Aktionäre, welche ihre Attie bereits entrichtet haben, erſcheinen zu wollen, achtungsvoll erſucht werden.
Peſth zam 18. Mal 1840.
Ga br. Maätray, Direktor der Singſchule—
Modenbild. Uro. 21.
Paris, 8. Mal. Neue ſte Anzüge für Herren u. Damen. Hüte v. Flo⸗ rentiner-Stroh u. Krepp.— Kleider v. Sei— denſtoff.— Roßhaarunterröke von Oude not,
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.
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