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Der Spiegel
für Run ſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgang.
8 Preis 4 fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. CM.—-Man pränumerirt im Kommiſſionsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bel allen k.k. Poſtämtern.
37. Mittwoch, 6. Mai. 1840.
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Miß Mary. Ein Lebensbild von Max Schmidt.
Es war im Jahre achtzehnhundert und ſo viel, d. h. es war im neun— zehnten Jahrhundert, da lebte in dem viel bewegten London, der Hauptſtadt des ſtolzen Englands,— wenn ich nicht irre, war es in ber Kingſtreet— ein mittelmäßig reicher Mann, Herford genannt, dieſer hatte der Töchter zwei und betrieb nebſtbei ein nicht unanſehnliches Handelsgeſchäft. Miß Aurelie war die ältere, Miß Mary die jüngere Schweſter— dieſes Schweſterpaar hatte auch eine Mutter und dieſe gute Mutter war, wie ſchon ſo mitunter die Mütter ſind, ſehr eingenommen für ihre holden Sprößlinge; dieſe führte eine allzugroße Nach— ſicht und Blindheit gegen die Fehler der lieben Töchterleins als natürliches Ge— folge mit ſich, und da Sir Herford wohl der Herr in ſeinem Laden, aber nicht der Herr in ſeinem Hauſe war: ſo war es wieder ganz natürlich, daß Aurelie und Miß Mary ſo ziemlich nach Willkühr ſchalten und walten konnten, ohne erſt zu fragen, ob Mylord Papa und Mylady Mama ihre Handlungen genehmigen oder nicht. Das iſt nun bei jungen Leuten gerade nicht immer ein großes Glük zu nennen und Maucher ſeufzte ſchon mehr unter dem Druke allzugroßer Freiheit, als


