Jahrgang 
Band 1 (1840)
Seite
216
 
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Auszeichnung. Wir haben neulich eines hoͤchſt intereſſanten Werkes, betitelt: Geſchichtliche Notizen von der n. Freiſt. Peſth von Joſeph Pa tachich(Magiſtratsrath der t. Freiſt. Peſth) Erwähnung gethan, u. es wegen ſeines treff lichen Gehaltes anempfohlen. Nun iſt dem würdigen Verfaſſer, wegen dieſer Schrift, ei⸗ ne hohe Auszeichnung widerfahren Er er⸗ hielt nämlich zwei höchſt ehrenvolle u. ſchmei⸗ chelhafte Zuſchriften, die eine von dem Vor- ſtande der Privatbibliothek S. M. des Kai⸗ ſers, Hrn. Leopold Wilhelm von Kloyber, ado. Wien, 12. Febr. 1840 und die andere von Hrn. Oberſtlieutenant v. Ander, ddo. Wien, 17. Febr. 1820, in welcher erſten im Ramen Allerhöchſt S. M. des Kaiſers und der andern im Namen S. k. k. Hoheit des Erzherzogs Stephans, dem Verfaſſer in den ſchönſten Ausdrüken, Dank, Anerkernung u. Aufmunterung allergnädigſt erthellt wird.

Daguerrotype in ungarn. Herr Karl Skolnit, Buchbinder und Galanterie⸗ Arbeiter aus Raab, ſeit mehreren Jahren in Arad lebend, bereits durch ſeine reinen und geſchmakvollen Kunſt⸗Galanterie- Kartonage Arbeiten rühmlich bekannt, hat nach Daguer⸗ re's und Netto's praktiſcher Anweiſung, den Apparat zur Verfertung der Lichtbilder auf Papier, auf die einfachſte Art verfertiget und damit nicht nur befriedigende Verſuche ange- ſtellt, ſondern auch dahin getrachtet, um das Hild dauerhaft lakirt zu erhalten, was ihm auch gelungen Nur läßt ſich gegenwärtig, wo die Sonnenſtrahlen noch ganz ſchwach ſind, das ganz reine Fixiren eines Gegenſtandes nicht erzwingen, wie es in den kommenden Monaten zu erwarten ſteht. Die Verfah⸗ rungdart, welche Herr Karl Skolnik anwen⸗ det, um Lichtbilder zu erhalten, iſt die ſchnell⸗ ſte und bequemſte und ſchrekt den Verſucher nicht durch ſo viele Nebenſachen ab, ſondern verſchafft eine äußerſt anzlehende und befrie⸗ digende Unterhaltung. Jene, welche ein fer tiges Daguerrotype ſammt Apparat u. Ver⸗ fahrungbericht wünſchen, belieben ſich in fran kirten Briefen an Hrn. K. Stolnlit zu wen⸗ den, welcher ſchon mehrere verfertigte. Man iſt damit in den Stand geſezt, bei günſti⸗ gem Sonnenlicht ſogleich Verſuche zu machen. Das Ganze iſt für den Preis von 12 fl.

Conv. Mze. bei ibm zu baben. Der nächſte Sommer wird wohl auch Gelegenheit geben, über Daguerrotype mehr zu ſagen.

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Pe ſt b. Der verdienſtwolle Profeſſor der Philoſopble, Hr. Joſ. Werner, erhielt von ſeinen Schülern zum Ramensfeſte einen ſil⸗ bernen Becher und Tafelaufſaß; auch wurde ihm am Vorabend, bel Fakelſchein, ein Ständ⸗ chen gebracht.

Muſik verein. Die dritte allgemei ne Aktionären Verſammlung der unter der Leitung des Peſtther und Ofner Muſikvereins beſtehenden offentlichen Singſchule wird am nächſten Sonntag(5. April) um 10 uhr Ver; mittag, im k. ſt. peſther Redouten-Gebäude (1. Stok, nächſt der gr. Brükgaſſe) abgehal⸗ ten; wozu die ſämmtlichen p. t. Aktionäre, die ihre diesjährigen Aktien bereits entrichtet haben, erſcheinen zu wollen, hiermit erſucht werden. Peſth, am 1. April 1830.

Gabr. Mätray, Direktor der Singſchule.

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Peſth. Zum Beneſiz des Hrn. Börger: Sonnabend, den 4. April, zum erſten Male: Gewiſſens-Folter, oder: die Büßerin um Mitternacht, Drama in 4 Abtheilungen von Wilhelm Vogel, Verfaſſer desErbvertrags. Der geſchäzte Beneſiziant und das effektvolle Stüt verdienen alle Theilnahme.

widerung. Die Allgemeine Zei in einem Schrei- Miß Pardoe be⸗ Wlen. Ich hoͤre,

Er tung vom 26. März enthält ben aus Wlen Folgendes: findet ſich gegenwärtig in

peſther Journalsdas Tageblatt, ſich längere Zeit hier aufhalten werde. Der Pe; ſtherSpiegel scheint ſich die Verfolgung der armen Miß zum beſondern Geſchäfte ge⸗ macht zu haben.

fende Stelle der wahrſcheinlich im Scherze geſchriebenen Nachricht durchaus ungegründe iſt. Wir haben nie der Miß Pardoe erwähnt viel weniger daran gedacht,, ſie zu verfolgen Red. des Spiegels.

Beilage:Der Schmetterling. Nr. 9.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſ

en.

daß ſie als ordentlicher Korreſpondent des

Wir erklären hierauf, daß die uns betref⸗ 0