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und was wir hier— noch nie(2) ge—
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— ganz Neues vor— auf Etwas, wo— von er ſich günſtigen Erfolg verſpricht,
hört u. geſehen haben.— Poztauſend! was werden wir da hören, ſehen und erleben!!!— Der Winter ſcheint, ob— wohl ſpät, dennoch ſeine Rechte noch geltend machen zu wollen; hier iſt ſeit geſtern und heute Schnee gefallen, und es herrſcht eine rauhe, empfindliche Käl— te.— Nachrichten von Reiſenden, die von Trieſt kommen, zu Folge, treibt Madame Bora in den Gegenden von Vrewald, Senoſetſch u. Trieſt, ſo wie in lezterer Stadt ſelbſt, ein furchbares Weſen.— In der Nähe von Senoſetſch, am Berge Gabrik, ſollen drei Menſchen erfroren gefunden worden ſein. Schm pfl.
Literatur.
Literariſches Portfolio. Die Abendzeitung baingt Rebus von Leopold Schefer. Da kommen Gedan— ken vor, wie:
Eine Henne— und Sieben Hähne. Da gibt's Spähne, Macht die Eier Theuer. Die Krone von allen aber iſt Folgendes:
Die Mühe
Die frühe:
Die echte
Die rechte!—
Das Schonen
Und Wohnen
Mit Maulen
Bei Faulen
Macht ſauer
Auf Dauer
Des Lebens
Vergebens!
Erraffen
Dem Schlaffen. — In Baſſel erſcheint eine neue Zeit— ſchrift:„Baſtliſkus.“ Es iſt aber nicht der einzige Baſiliſk unter den Journa— len.— Dr. Zirndörfer läßt in Frank— furt a. M. ein neues Journal„Frank-
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furter Fiacre“ erſchelnen.— Die neue Ausgabe von Victor Hugo's Werken zählte ſchon in den erſten ſechs Wo— chen, ſeitdem, ſie zum Erſtenmale an— gekündigt worden, gegen 5000 Sub— ſkribenten.— Balzac, der ſeinen Gläu— bigern nach Italien entflohen, hat end— noch einen gutmüthigen Verleger in der Provinz gefunden, der ihn auslöſen will. Er iſt in Paris eingetroffen und ſchreibt jezt Drukbogen für 100 Frks., für die er noch vor zwei Jahren gegen 1000 Frks. erhalten.
Mignon Zeitung
Wien. Dieſer Tage verweilte der Magier Döbler von ſeiner Reiſe nach Peſth kurze Zeit in Wien. Der magiſt. Kaſſenbeamter und Ausſchuß des Blin— den-Inſtituts, Herr Manuſſi, benüzte dieſe Gelegenheit, Herrn Döbler, der bekanntlich mit großer Bereitwilligkeit eine Vorſtellung zum Benefiz des ge— dachten Inſtituts gab, das Aufnahms— diptom als Mitglied des Vereins zur Unterſtüzung erwachſener Blinden zu überreichen.(Sammler.)
Potpourri aus Paris. Wenn man einer kürzlich von der Akad. d. mo— raliſchen Wiſſenſchaften gekrönten Preis— ſchrift glauben darf, die einen Admini— ſtrativbeamten zum Verfaſſer hat, der ſeine Nachrichten aus eigener Anſchau— ung ſchöpfen konnte, ſo leben in Paris 63,000 Menſchen von unredlichen oder infamirenden Beſchäftigungen.— In dem Pariſer Leihhauſe ſind gegenwär— tig nicht weniger als 20,000 Matrazen im Verſaz, ein trauriges Zeugniß von dem Elend der untern Volksklaſſe.— Ein Soldat verſchlukte lezthin ein Geld— ſtük, ein Fünffrankſtük, und befindet ſich wohl dabei. Er geht, ißt, trinkt und ſchläft mit ſeinem Thaler im Ma— gen. Die Geſchichte erinnert an einen alten Invaliden, der vor etwa 40 Jah-


