für Kun ſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgang.
Halbjähriger Preis a fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im K ommiſſionsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bei allen t. t. Poſtämtern.
10. Sonnabend, 1. Februar. 1840.
— SS Der ſchrekliche Aufenthalt 5
Alt⸗Polniſch Familienbild; nach dem Polniſchen.
„Eine hölliſche Kälte, vor lauter Schnee ſieht man die Welt nicht!— mach nur ein gutes Feuer, Gevatter, damit wir die ſteifen Glieder etwas auf⸗ wärmen; wollen uns dann einen Krug Bier ſchmeken laſſen und geröſtetes Brod, dabei läßt ſich gut plaudern!“ ſo ſagte der graue Martin, wie man ihn im Schloſſe nannte, der alte Thürwächter, und holte unter ſeinem Mantel ein Paar Kannen Bier hervor, wovon er in zwei geräumige Krüge goß. Sein Gevatter, der Pförtner auf demſelben Hofe, fachte das dunkle Kaminfeuer an und ſchnitt Scheiben Brod, die er auf beiden Seiten ſalzte und röſtete. Als die Krüge mit Bier gefüllt waren, nahm Jeder den ſeinigen und that einen herzhaften Zug. Dann ſtrich Martin ſeinen Bart, in dem der Reif jezt aufgethaut war: es überkam ihn die Erinnerung an ſeine Jugendzeit und der Pförtner lieh ihm mit der größten Aufmerkſamkeit ſein neugieriges Ohr.—„Ja, lieber Gevat⸗ ter, ich ſollte Euch von dem ſchreklichen Aufenthalt erzählen; alſo hört! Es
—— ) Geſellſchafter.


