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noch wiederholen müſſen?“ die vierundzwanzig mit einem Hier ſind die drei Sous.“ wider nichts zu erinnern hatte. einigen Tagen war er todt. Vermögens eingeſezt.
Ansichten.
Literatur.
Wien.(Literariſcher Kourier.) Eben haben zwei neue Spätſchmetter— linge ihre Puppen verlaſſen u. zeigen uns ihre buntſchillernden Flügel in allen Kunſt- und Buchläden, es ſind dies die beiden Taſchenbücher v. Seidl und Vogel. Das erſtere(Aurora) ent⸗ hält mehrere gute Erzählungen, als: „der Wildſchüz“ von R. Puff,„Aſch⸗ ton“ von Silas,„Schloß Nonnſuch“ von Seidl und„der Vetter“ von Ba⸗ chean; an Gedichten iſt zu erwähnen „der Fiſcher“ von Leitner,„den Dorf⸗ ſpielmann“ von Vogl,„den Schaz von Toledo“ v. Herausgeber.— Das zwei⸗ te(Frauenlob) enthält nur fünf Er—⸗ zählungen, von welchen die erſte, „Frauenwerth“, beinahe das halbe Bändchen einnimmt und die vor züg⸗ lichſte ſein dürfts- Gut gehalten und nicht ohne Inteitſe iſt noch„der Frei⸗ neger“ und„Schweſter Marguerite“, welche leztere dem Franzöſiſchen nach⸗ gebildet zu ſein ſcheint.— Ein ſchö⸗ nes Gedicht iſt„Liebe u. Blatt“ von Seidl, wie auch„Jung Erich u. ſchön Elſi“ von Leitner, doch ſtört etwas den Refrain, welche Bemerkung auch auf Vogl's:„Brunhilde“ bezogen wer— den dürfte. Die Kupferſtiche in beiden Taſchenbüchern gehören zu den vorzüg— lichſten Spenden dieſer Art, doch ſind die Titelkupfer(wie gewöhnlich) die
—„Wohl noch zwel Mal.“ werdet Ihr mir denn jezt ablaſſen?“—„Acht Unzen.“— Mal ab, ſo dürft Ihr nicht wieder kommen. — Der Barbier war ſo uneigennüzig, daß er da⸗ Vandille's Verlangen wurde erfüllt„und nach Er hatte den König
eile.
Ausnahme Juden ſind.
—„Wee viel Blut „Laßt mir gleich
zum Erben ſeines ganzen
beſten unter denſelben.— Vei Julius Wunder in Leipzig erſchien eine Samm⸗ lung epiſcher Dichtungen, unter dem Titel:„Aehrenkranz von Balladen, Romanzen und Sagen der deutſchen Dichter neueſter Zeit, 1815 bis 1857, in welchem die öſterreich'ſchen Balladen— dichter: Zedlitz, Grün, Vogl, Tſcha⸗ buſchnigg, Seidl, ſo wie der ſchwä⸗ biſche Muſenalmanach ohne alle Um⸗ ſtände nachgedrukt zu finden ſind.— Von Domenico Poniſio erſchien lezter Tage eine neue Chreſtomathie italieni— ſcher Proſaiker, unter dem Titel: „Pezzi scelti de' moderni Romanzi italiani“, in einer ſehr gefäl⸗ ligen Ausgabe.— Dieſes Werkchen, welches jedem Freunde der italieniſchen Sprache und Literatur anzuempfehlen iſt, enthält Fragmente aus:„I Pro- messi Sposi““ v. Aless. Manzoni.„Et- tore Fieramosca“ von Mass. d' Azeclio. „Marco Visconti“ von Crossi und„La Madonna d'Imbevera v. Cesare Cantü.
migliori
Mignon ⸗ Zeitung.
Amſterdam. Beim Beſuche der Amſterdamer Theater fallen einem Fremden die orientaliſchen Geſichter der Choriſten und Choriſtinen auf— das kommt daher, weil dieſe faſt ohne Die Juden ſpielen hier eine eigene Rolle im bür⸗ gerlichen Leben. Was die Gallegos in


