Kunst. Eleganz und Mode.
Vehuter Jahr 9.
96. Sonnabend, 2. Dezemb. 1837
Der Spiegel für 1838.
Wir haben ſo eben den ausführlichen Proſpektus des Spiegels für das folgende Jahr 1838 ausgegeben und erſuchen die verehrlichen Leſer, ihn einer geneigten Durchſicht zu würdigen. Ohne in das gewöhnliche. ſo mancher andern Unternehmung zu ver⸗ fallen, erlauben wir uns hier nur die Verſicherung zu ertheilen, daß alle unſere Zuſagen und Verheißungen auch redlich erfüllt werden ſollen. Schon die erſte Nummer des künf⸗ tigen Jahres ſoll es beweiſen. Außer einem ſehr anziehenden Text, werden wir, wie aus dem Proſpektus erſichtlich, mit dieſem Blatte, als angenehme Neujahrsgeſchenke, drei treffliche Bilder auf einmal ausgeben, nämlich:
1. Ein großes prachtvolles Pariſer Genrebild,
2. Ein herrliches Koſtümebild,
3. Ein ausgezeichnet ſchͤönes Modenbild, und zwar alle dret Bilder meiſterlich geſtochen und auf's Sorgfältigſte illuminirt. Wir glau⸗ ben den neuen Jahrgang nicht würdiger beginnen zu können. Die folgenden Bilder, die jedenfalls zahlreicher als im vergangenen Jahre erſcheinen werden, ſollen den erſten entſpre⸗ chend ausfallen.— 8
Wir bitten auch die„weſentliche Bemerkung. hinſichtlich der Mo— denbilder“ in dem Proſpektus nicht zu übergehen. Die Schnelligkeit, mit welcher der Spiegel die Modenbilder liefert, hat allgemeine Bewunderung erregt. Er iſt hiezu nur durch ſehr bedeutende Opfer befähigt worden. Es muß doch den Abonnenten eines Journals höchſt erwünſcht ſein, die neueſten Koſtüme aus Paris in faſt derſelben Zeit, als die Originale von der Poſt ausgegeben werden können, zu erhalten, wie dieſes bei unſerm Spiegel der Fall iſt, während alle andern Journale mit ihren Modenbildern um einige Tage ſpäter, wle die hinkenden Boten, hinterherkommen. Redaktion des Splegels.
e k P (Veſchluß.) Die Wahrheit iſt, daß ſich Herr Lombard über dies Kapitel ſehr diskret geäußert hatte, und dies aus dem einzigen Grunde, weil er bei den Männern nur eine Art von Schönheit kannte. Um nach ſeinem Geſchmake ſchoͤn zu


