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ſicht, ihr Teint, ihre Lande ſo veränderlichen Wetters, weht, oder eine Wolke vorüberzieht.
Stimme richten ſich nach allen Wechſeln des je nachdem eben die Sonne ſcheint, In dieſer Beziehung könnte ſie den be⸗
en ihrem der Wind
ſten Barometer in ihrem Lande abgeben, wenn ſie nicht andererſeits genug
Ueberlegung und Selbſtbeberrſchung be ſäße,
um dieſe phyſiſchen Einflüſſe, die
übrigens immer ſchwächer ſind als die moraliſchen Eindrüke, zu beherrſchen.—
Gegenwärtig ſcheint ſie hauptſächlich für zwei Pferd und die Muſik. Sie iſt ſehr muſikaliſch, geſagt haben, ihre Stimme ſei ſanft und rein, Sie reitet mit großer Kühnheit und beſonderer nur darf es nicht zu lange ſein. Lord ſeit ibrem Aufenthat zu Windſor häu⸗
ſchäften läßt ſie gern mit ſich reden,
Melbourne und Lord Palmerſton hatten ſig Audienz und waren überhaupt viel um die Monarchin;
Dinge eingenommen: für das und ihr Lehrer Lablache ſoll und ihr Geſchmak gebildet. Anmuth. Von Staats-Ge⸗
der Premier-Mi⸗
niſter hat kürzlich Befehl erhalten, ſich nach Brighton zu verfügen, wo ihm wahrſcheinlich dieſelbe Gunſt zu Theil wird.
Mignon⸗Zeitung.
Wien. Es iſt gewiß, daß in Kur⸗ zem hier eine italieniſche Garde errich⸗ tet werden wird. Es wird für dieſelbe bereits ein kaiſ. Gebäude auf der Land⸗ ſtraße eingerichtet.
Buntes aus Paris. Der be⸗ rühmte Cherubini hat Hrn. Boiſſelot, Schüler und Schwiegerſohn des ver⸗ ſtorbenen rühmlich bekannten Tonkünſt⸗ lers Leſueur, erſucht, die durch deſſen Tod erledigte Stelle am Konſervatorium ad interim zu übernehmen.— Der Pa⸗ riſer L' ami de la religion Nro. 2284 berichtet, daß die Aſſiſſen von Finis— terre vor kurzem den Franz Mazé, ei⸗ nen ehehemaligen Domeſtiken, der die Wittwe Lemins, welche 5 kleine Kin⸗ der hatte, geheirathet hatte, der er bald nach der Hochzeit ſagte, er würde ihre Kinder nicht ernähren, zum Tode verurtheilt haben, weil er ſeine Stief⸗ kinder, um ſich ihrer zu entledigen, nach und nach durch Fußtritte, Zuſam⸗ mendrüken mit den Armen, Erdroſ⸗ ſeln umgebracht hatte.— Wie nach⸗
Urtheile. Begebnisse.
laͤſſig der Almanaeh Royal 1858, der erſt vor Kurzem erſchien, redigirt wurde, erhellt unter andern daraus, daß unter den Kardinälen der verſtor⸗ bene Graner Erzbiſchof und Primas Nudnay als lebend angeführt wird. Der Ami de la religion rügt dies zwar, ſagt aber, daß Rudnay am 15. Dezember 1852 geſtorben ſei, an⸗ ſtatt 1851. Doch wundere man ſich nicht, daß der Pariſer Almanach Royal den Graner Erzbiſchof Rudnay noch im J. 1837 leben läßt, da er auch den be⸗ reits am 26. Juli 1825 geſtorbenen Biſchof von Viviers, Andreas Molin, als noch lebend anführt!— Der Ami de la religion bemerkt Nro 2844, daß ſeit der Juli-Revolution keine In⸗ duſtrie ſo im Wachſen iſt als die In⸗ duſtrie der Diebe, mit welcher ſich deswegen auch alle Zeitungsnummern beſchäftigen.— Im Oktob. wurde bei dem Polizeigericht von Paris der Bã⸗ ker Dulieux angeklagt, Brod verkauft zu haben, welches nicht das rechtmä⸗ ßige Gewicht hatte. Der ihn ankla⸗ gende königl. Prokurator, Hr. Jou⸗


