vard und Devorme, auf. Ein zahl⸗ reiches gewähltes Publikum(vorzüg⸗ lich aus der haut volée beſte hend) hat⸗ te ſich dazu verſammelt und ſpendete der Leiſtungen der fremden Gäſte rau⸗ ſchenden Applaus. Wie vortrefflich ſpie⸗ len aber auch dieſe Franzoſen! Man wurde nicht ſatt, die ſchöne Tournüre, das degagirte, legere Weſen dieſer Künſt⸗ ler zu bewundern. Da können unſere deutſchen Schauſpieler(ohne ihnen na— he treten zu wollen—) noch ſehr viel lernen!— Die längſt erwartete pa⸗ rodirende Pantomime:„Der A be p ging Samſtag dan 11. Nov. im Leo⸗ poldſtädter Theater, mit allgemeinem Beifall über die Breter. Hr. Panto⸗ mimenmeiſter Fenzl lieferte damit einen neuen Beweis ſeiner glänzenden Erfindungsgabe. Neue, herrliche De— korationen, überraſ chende Maſchinerien und Tableaup, neue komiſche Masken, ſplendides Koſtüme, angenehme Muſik, kurz alles Mögliche, was die Sinne er⸗ gözen kann, iſt hier zu einem liebli⸗ chen Ganzen verbunden. Doch der größ⸗ te Reiz dieſer Pantomime iſt wohl unſtreitig die kleine fünfjährige Au⸗ guſte Fenzl, dieſes talentvolle vielver— ſprechende Kind— die berühmte Ca⸗ chucha mit allen Pas und Attitüden tanzen zu ſehen!]— Die neue Poſſe von H. Told„Liebeleien in Linz, Nekerelen in Wien und Foppereien in Nußdorſé«, zum erſten Male am 11. Nov. im Joſephſtädter Theater aufge⸗ führt, hat gefallen.— Der Direktion dieſer Bühne ſind Kaſſaſtüke von Her⸗ zen zu wünſchen.— Der talentreiche Humoriſt Wieſt. gibt in Kurzem eine Sammlung ſeiner vielgeleſenen, zer— ſtreuten Aufſäze, unter dem Titel:
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„Fantaſien eines mel anch o⸗ liſchen Wieners“ heraus. Von einem jungen Dichter, Fr. Ser. Schant⸗ ia iſt ein Bändchen lyriſcher Gedichte: „Thalblumen“ erſchlenen, welche als Kinder eines begabten, fantaſiereichen Gemüt hes, allgemeine Anerkennung ver— dienen. 3 f
Buntes aus London.— Am 27. Sept. wurde in's London-Hoſpi⸗ tal ein Arbeiter aus den Doks einge⸗ bracht, welcher ein Quart des ſtärk⸗ ſten Rums genoſſen hatte, und mit dem Tode rang. Der Phyſikus appli— zirte ſofort die Magen„Pumpe, und brachte mittelſt dieſes Inſtruments auch wirklich das volle Quart reinen Rum aus dem Magen des Säuſers zu Ta⸗ ge. Troz dieſer Operation ſtarb der Vatient u. das Urtheil lautete:„Na⸗ türlichen Todes geſtorben, weil er viel Rum genoſſen.“ Ob dieſer Tod ein na⸗ türlicher zu nennen, ſteht in Frage.— In London iſt doch Alles großartig! Ein Uhrmacher verkauft dort Uhren Schef⸗ felweiſe. Ein ſolches Maaß mit Uhren ſteht an ſeinem Ladenfenſter.— Man hat ausgerechnet, daß die auf dem Feſt⸗ lande befindlichen Engländer jährlich faſt 40 Millionen Thaler ihrem heimi— ſchen Boden entziehen und im Auslan— de verbrauchen.
ze.(peſth.) Sonnabend, den
Benefi Vortheil des Hen. K alis,
25. Nov., zum zum Erſtenmale: „Die Griechen in Rürnber ge,
o der:
„Der Sieg des Rechts, großes dramatiſches Gemälde aus dem 16 ten Jahrhundert in 5 Akten von Sduard v. Schenk. Der geſchäzte Beneſiziant konnte ſeine Achtung dem kunſtverſtändigen Publikum nicht beſſer bezeigen, als durch die Wahl die⸗ ſes neueſten trefflichen Werkes des berühmten Dichters des„Beliſar“, der„Krone von Ci pern“ de., da es hiemit einen wahren drea⸗
matiſchen Feſtabend zu gewärtigen hat.
Halbjähriger Preis 4. fl.„mit freier 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M. des Waſſerthors) in C. Millers
Poſtzuſendung 5 fl. Auf Belinpapier mit erſten Kupferabdrilken . Man pränumerirt im Kommiſſtonsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb und F. Tomalas Kunſthandlung zu Peſth und bei allen k. t. Poſtämtern.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


