686 du den Schnupfen nlcht kriegſt, mein
Reiſe mit Gott, mein Kleinod!— nãchſten Sonntag!— Schreibe mir!
Hähnchen.— Leb' wohl, Alter!—
Glükliche Reiſe.— Auf Wiederſehn, — Seze deine Mäze beſſer auf, du er—
kälteſt dir den Kopf.— Tauſend Schönes zu Hauſe.— Ich werde nicht erman⸗ geln.— Leb' wohl, mein Schäzchen!— Adieu, mein alter Kater!“ u. ſ. w.
Konrad Spät.
Scher z⸗Charade. (Zweiſyolbig.) . Die Erſte heißt zu Fuß dich fort Die Zweit' erlaubt dir es zu Wagen; 277 Doch ſpricht man aus das ganze Wort, 8 So wird's der/ Muth'ge wohl nur wagen.
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Theater.
Pe ſt h.(Oem. Hoch als Gaſt.) Dem. Hoch, vom Königſtädt. Theater in Berlin, gaſtirte am 25. d. M. als Chriſtine, in der„Königin v. 16 Jah⸗ ren“, und als Sophie, in Herzens⸗ kron's Luſtſpiel:„der Bräutigam ohne Braut.“ Das erſtere Schauſpiel iſt eines der gedehnteſten und langweilig⸗ ſten Bühnenſtüke, die uns je vorge⸗ kommen; nichts als abgeſchmakten Spiz⸗ findigkeiten u. abgedroſchenen Hofin⸗ triguen begegnen wir hier, und nur die hiſtoriſche Grundlage gibt dem Bu—⸗ che einigen Werth und eine ganz be⸗ ſonders intereſſante Darſtellerin der Titelrolle, wie etwa eine Charlotte Hagn, eine Peche u. ſ. w., könnte ihr jene Theilnahme verſchaffen, die es un— ter ſolchen Umſtänden erhielt. Demoiſ. Hoch vereint nun wirklich in ihrer In⸗ dividualität des Liebenswürdigen und Intereſſanten viel; aber der würde— volle Ernſt, der herrſchende, befehlen—⸗ de, ſtolze Ton, verbunden mit einer nicht zu beſiegenden Eitelkeit und ei— nem überſchwänglichen Hang zu Liebes⸗ Intriguen, wie Chriſtinens Charakter
Ansichten. Urtheile. Begebnisse.
kombinirt iſt, iſt nicht ganz die Sache der heitern Laune unſerer ſchönen Ga⸗ ſtin, und daher kam es, daß ſte wohl genügte, aber nicht übermäßig anſprach. Deſto entſchiedener drang ſie in dem artigen Verkleidungsſchwank von Her⸗ zenskron durch. Gewandtheit, Humor, Routine und natürliche Beweglichkeit machten dieſe Rolle zu einer höchſt an— ziehenden. In jeder neuen Verkleidung entwikelte ſie ein anderes ſehr beach⸗ tenswerthes Talent; als Franzöſin ſo⸗ wohl wie als Berlinerin war ſie Mei— ſterin des Dialektes, und auch den an— dern Charakteren, beſonders der Em— pfindſamen, wußte ſie eine komiſche Seite abzugewinnen, ohne die Gren— zen des Anſtandes zu überſchreiten.— Sie gefiel ungemein und ward ſech s mal gerufen. Wie wir hören, ſoll Dem. Hoch hier engagirt ſein.— In erſterm Stüke ward ſie von Hrn. Kalis (Nörburg), im zweiten v. Hrn. Gade (Schmeer) waker unterſtüzt.
Berli n. Auf dem Hofopernthea— ter iſt Auber's neue Oper:„die Ge— ſandtin“(worin Dem. Sonntag ver— herrlicht wird) mit vielem Beifalle gegeben worden.— Die beliebte erſte


