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Nro. 6: Aber, mein Herr! wenn Plaz da iſt— herein da, Mplord!
Ein großes rothes Geſicht erſcheint am Kutſchenſchlag und frägt hinein: „What woll ſie von mir?“ 5
Nro. 5: Verzeihen Sie, mein Herr! ich ſprach nicht mit Ihnen, ſon— dern nur mit meinem Hunde. g
Der Engländer: This Master, von ſein Hund, is very intolerable!
Nro. 2: Noch einmal, mein Herr, ſage ich ihnen, thun Sie Ihren Hund weg. Kondukteur! bedeuten Sie doch dieſen Herrn. f
Eine dumpfe Stimme im Hintertheile des Wagens: Der Teufel hole die Hundegeſchichte— wir kommen heute nicht fort— ſo macht doch endlich ein Ende.
Ein Gaſſenjunge kneipt dem Hund in den Schweif, Mylord ſchreit laut, und mit beinahe weinendem Tone verſezt
Nro. 5: Wahrlich, man muß ſehr ungefällig ſein— und wenn es die Damen nicht genirt.
Nro. 2: Was thut das, wenn es mich genirt!(Die Damen lächeln).
Nro. 5:(für ſich) Das grobe Vieh!
Nro. 6:(ein junger Herr) Sagen Sie, mein Herr! koͤnnten wir nicht, wenn Sie es wünſchen, Ihren Hund in den Koffer einpaken?(Alles lacht über dieſen Wiz.).
Nro. 5:(hoffnungslos) Was miſchen Sie ſich in eine Sache, die Sie
nichts angeht?
Nro. 6: Was? mich geht ſie nichts an?— Seht doch, welche grimmige Slike er mir zuwirft!(lacht helllaut.)
Der Kondukteur: Wohlan, meine Herren, vergleichen Sie ſich— der Schlag kann nicht offen bleiben.
Nro. 5: Nun gut, wenn es nicht anders iſt, ſo will ich lieber hinauf ſteigen, als mit dieſen Flegeln zu thun haben.
Nro. 2:(wild) Was ſagen Sie?
Nro. 5: Ich ſage, daß ich hinauf gehen will.
Nro. 3(ſteigt mit ſeinem Hunde, dem die Zunge eine viertel Elle aus dem Halſe hängt, die Leiter hinauf.)
Nro. 2: Kondukteur! geben Sie acht, daß ſich dieſe Herren die Pfoten nicht zerbrechen.
(Allgemeines Gelächter.)
Eine Amme auf der Wagendeke: Es iſt doch ſehr ſtörend, wenn man mit Beſtien in Geſellſchaft reiſen ſoll.
Eine Dame im Kabriolet: O Gott— mit dem Poſtwagen rei⸗ ſen?— Einmal— und nicht wieder! f
Ein Huſar:(rauchend und Naſe an Naſe mit dem Hunde) Guten Tag, meine Herren und Damen!— verzeihen Sie, mir ſcheint, es iſt noch nicht Alles beiſammen.— Sage mir, Kamerad Spiz! haſt du mir meine Schabrake geſtohlen?— Da leg dich, mein Alter! halte mir die Füße warm, aber friß mir nicht etwa die Sporen auf.
Der Kondukteur: Auſſizen, Poſtillon!
Während der Poſtillon mit ſeiner Peitſche ſchnalzt, ertönt noch ein all⸗ gemeiner Chor:„Adieu, meine ſüße Melone!—— nimm dich in Acht, daß


