Jahrgang 
Band 2 (1837)
Seite
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der lezte Band, welcher dieſes Werk zen kann, und welcher nach dem ſe hr

beſchließt u. nebſt derZauberkrone, demVerſchwender, und Raimunds lyriſchen und proſaiſchen Nachlaß, deſ⸗ ſen Biographie enthält, welche das Umfaſſendſte ſein ſoll, was bisher über Raimund erſchien. Hr. Ferd. Weigl, durch mehrere proſaiſche und poetiſche Arbeiten, aus Taſchenbüchern vortheil⸗ haft bekannt, ſoll die Herausgabe ei nes neuesNovellentaſchenbuches für das J. 1839 beabſichtigen. Ein ſchwe⸗ res Unternehmen in Oeſterreich, wo die Novelle nur kümmerlich gedeiht. Der Novelliſt von Auguſt Schmid wird noch im Laufe des künftigen Mo⸗ nats ausgegeben. X.

Mignon⸗Zeitung.

Altona. Die Altona'erAdreß Komptoir⸗ Nachrichten enthalten fol⸗ gende rührende Todesanzeige: Am 25. d. M. um 12 Uhr, ſtarb mein vielge⸗ liebter Ehemann, der hieſige Bürger Tiſchlermeiſter P. C. G. O.

Ausgelitten hat er, ausgerungen, Nach einer langen Krank heit; Er hat Angſt und Noth bezwungen, Und iſt jezt bei Gott in Ewigkeit; Nur 352 Jahr, 2 Monat und 8 Tage, Lag er in des Schikſals eiſerner Wage, Doch jezt iſt er glüklich vor Allen er hoben, Um ewig den großen Gott zu loben. Amen! S. Regensburg. In der hieſigen Zeitung lieſt man folgende ſonderbare Bekanntmachung:Es wird ein Ge genſtand verkauft, welchen jeder des Leſens und Schreibens Kundige benü

billigen Kaufpreis jährlich wenigſtens 50 Prozent einbringt. Das Nähere iſt zu erfahren im Kommiſſtons- und An⸗ frags⸗Bureau. C.

Hamburg. Am Sonntag, den 17. Sept., gab der Mechaniker Vach⸗ mann eine Vorſtellung im Apollo-Saale, die aber ſein Publikum ſo wenig zu⸗ friedenſtellte, daß ein Theil deſſelben in voller Entrüſtung auf die Bühne ſprang, ſich der Perſon des Mechanikers bemächtigte, die meiſten Lampen aus- löſchte und Vieles zerſchlug. Die Po lizei ſchritt alſobald ein, acretirte den Mechaniker, händigte dem Publikum Kontramarquen ein und ſtellte ſo die Ruhe wieder her. P.

London. Auf dem Marmormo⸗ numente des in England verſtorbenen Rothſchild ſtehen die Worte:Dem berechnenden Verſtande. Ne⸗ ben dem weiland reichen Rothſchild iſt das Grab eines armen Schlukers, wel⸗ cher, weil er das Werk nicht verſtand, Bankerott gemacht hat. Auf ſeinem Grabe las man am Tage nach der Er richtung des Rothſchild'ſchen Monu⸗ mentes die Aufſchrift:Dem ver⸗ rechnenden Verſtande. R.

Paris. Eine der ſchönſten und beſten Geigen von Stradivari, die man kennt, iſt hier kürzlich von Hen. Wery, dem erſten Violiniſten des Königs der Belgier, gekauft und dem k. Inſtru⸗ mentenmacher Hrn. Thibout, dem Ver⸗ käufer, mit 5000 Franks bezahlt wor den. Ueberhaupt gehen ſeit einiger Zeit viele gute Inſtrumente aus Pa⸗

ris in das Ausland. 1 B.%

Halbläbriger Preis 4 fl., mit freler Poſtzuſendung 5 fl. Auf Belinpapter mit erſten Kurferabdyllten 5 fl. und peſtfrei 6 fl. C. m. Man pränumertrt im Kommiſfiontamt zu Ofen(Feſtung, auterhalb des Wafferthort), in C. Millers u. F. Temalas Kunſthandlungen zu peſth un bei alen k. k. Peflämtern.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.