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toffel. Der hohe Preis und der fortwährende Begehr nach Trüffeln in Frank⸗ reich wie in andern Ländern machen das Aufſuchen dieſes Gewächſes zu einem gewinnreichen Geſchäfte, und erfahrene Leute täuſchen ſich ſelten an den Or⸗ ten, wo ſie ſuchen müſſen. Nees von Eiſenbeck erzählt ein Beiſpiel von einem armen verkrüppelten Knaben, der Trüffeln ſo ſicher fand als der beſte Hund und damit ſeinen Unterhalt verdiente. Die Trüffeln finden ſich in Frank reich in leichtem trokenem Boden, beſonders in Wäldern und auf Bergen; am häu⸗ figſten in der Nähe von Grenoble, Avignon, Periguenx und Angouleme, ſo wie auf den Bergen von Vivriais, in den Cevennen und dem Jura. Die im Handel vorkommenden Trüffeln ſind gewöhnlich von Perigueux und Angouleme, aber ſie halten ſich ſelten länger gut als zehn bis vierzehn Tage. Am beſten hält man ſie, wenn man ſie ſogleich in Sand gräbt, bis man ſie zu den Spei⸗ ſen braucht, wodurch man ſie zwei oder drei Monate halten kann. Am gewöhn⸗ lichſten ſchneidet man ſie aber in ſehr dünne Stüke, troknet ſie in einem Ofen oder röſtet ſie in Oel und bewahrt ſie dann in Glasflaſchen auf. Nie ißt man die Trüffeln roh, aber es ſoll ſich aus ihnen ein geiſtiges Getränk bereiten laſſen.
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Ein Zeltungsredakteur in China.
Der Herausgeber des Chinese Repository, eines in Canton erſchei nenden Wochenblattes, das Auszüge ans chineſiſchen Zeitſchriften und merkwürdige Details über das„himmliſche Reich“ enthält, ſchildert ſeine Lage daſelbſt mit folgenden Worten:„Die Stellung eines Zeitungsredakteurs in Canton iſt keineswegs angenehm. Ausgeſchloſſen aus der zivillſirten Geſellſchaft, ab⸗ geſchieden von allem Verkehr mit den Bewohnern, verbannt von den öffentli⸗ chen Anſtalten, nur höchſt ſelten Depeſchen von jenſeits dem Meere erhaltend, von den Dienern der Polizei wie ein gefährliches Thier bewacht und verfolgt, in den Raum von dreizehn Komptoirs eingeſchloſſen, die er nur in gewiſſen Fällen verlaſſen darf und wenn es ſein Geſundheitszuſtand erfordert, daß er friſche Luft ſchöpft, dann von allen, die ihm begegnen, der„fremde Teufel“ genannt, ohne einen andern Schuz für ſeine Perſon und ſeine Habe außer den guten Willen der jeden Augenblik abſezbaren Vehörden und in der traurigen Alternative, ſeine Freunde zu verlezen, indem er zu viel oder nicht genug ſagt— das iſt die Lage des Journaliſten in China.“ 0
Ein Speziflkum gegen Warzen jeder Art.
Nach Dr. Peez beſteht ſolches in der kohlenſauren Bittererde, welche man täglich Morgens und Abends in einem Theelöffel voll gibt. Dieſes Mittel ſoll in 4 bis 6 Wochen dieſe paraſidiſchen Gewächſe ſicher beſeitigen; wobei zu bemerken, daß keines der Individuen, welche auf dieſe Weiſe geheilt wurden, an Säure im Magen litt.(Aus dem Dubliner Journal in Froriep's Noti⸗ zen, Nro. 31.)


